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Stomper 98 - ...bis hierher

Stomper 98

"...bis hierher"
CD-Review, 1292 mal gelesen, 27.09.2012 Wertung 07/10

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CD-Review

Antisocial

Artikel veröffentlicht am 21.05.2011 | 2058 mal gelesen

“Oi! Oi! Oi!” Mehr braucht es eigentlich nicht um den Sound der Göttinger Skins STOMPER 98 zu beschreiben. Die Band hat sich seit ihrer Gründung (in welchem Jahr mag das wohl gewesen sein?) einen guten Ruf als hervorragende Live-Band erspielt und auch auf Konserve konnte das Septett stets überzeugen. Bevor nächstes Jahr der neue Longplayer erscheint schieben STOMPER 98 noch eben schnell eine EP ein. Die Fans wird es freuen, zumal es sich bei “Antisocial” nicht um die übliche Resteverwertung plus maximal zwei neue Stücke handelt.

Fans werden diese EP eh jetzt schon auf dem Einkaufszettel stehen haben.Völlig zu Recht, denn der Sound den STOMPER 98 spielen, spricht nicht nur Skinheads und Oi-Punks an. Die sind zwar die primäre Zielgruppe und können mit dem Mix aus englischem Punk/Oi! der Marke COCKNEY REJECTS,  INFA RIOT oder auch BLITZ sowie amerikanischem Hardcore in seiner Frühphase, am meisten anfangen. Doch auch Freunde von High-Energy-Rock zählen zu der Zielgruppe von STOMPER 98, denn die Göttinger vermitteln auf ihren Tonträgern vor allem eines: pure Energie. So auch auf “Antisocial”, das nach kurzem Intro direkt mit dem Titeltrack in die Vollen geht. Der Refrain geht sofort ins Ohr und auch die Arrangements fallen innerhalb der Genrevorgaben anspruchsvoller aus, als bei so manch anderer Band. Dazu trägt auch das ständig präsente Saxophon seinen Teil bei, denn hierdurch kommen neue Facetten zum Bandsound hinzu und werten diesen noch auf.

“Zu jung (um alt zu sein)”, “In deinen Augen” und “ISP, One Crew, One Family” gehen denselben Weg, wie der Opener.  mit “Rock ‘n’ Roll Banda” enthält die aktuelle EP einen Song den BOOTSTROKE, eine befreundete griechische Band, geschrieben haben und zu dem STOMPER 98 den Text verfasst haben. Die Nummer geht ebenfalls gut nach vorne los und kann als Gute-Laune-Song gewertet werden. Die größte Überraschung auf “Antisocial” ist aber sicherlich die Adaption des Traditionals “The Green Fields Of France”, den die Band mit einem Text von Hannes Wader, Reinhard May und Konstantin Wecker versehen hat. Hier zeigen sich STOMPER 98 von einer ganz anderen Seite und nehmen sich der Thematik, verzweifelte Soldaten in Kriegssituationen, gefühlvoll an. Wenn man einen Vergleich ziehen muss, kann wohl am ehesten mit MOTÖRHEADs “1916”. Definitiv auch eine gelungene Nummer.

Wie oben schon erwähnt, werden Fans die Scheibe schon auf dem Einkaufszettel haben. “Antisocial” macht Spaß und kann durch starke Kompositionen überzeugen. STOMPER 98 werden nicht zu Unrecht als eine der besten Bands des Genres gelobt. Das haben sie hier erneut unter Beweis gestellt. Mal sehen, wie die neue, im nächsten Jahr erscheinende, Scheibe klingt. Bis dahin überbrückt “Antisocial” die Wartezeit optimal.


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