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Evil Deeds

Artikel veröffentlicht am 26.08.2012 | 2649 mal gelesen

Man mag es kaum glauben, aber gute Retro-Bands, die nicht nur schleichenden 70er-Jahre-Blues zitieren, gibt es auch noch. THE GRAVIATORS aus Schweden zum Beispiel. Diese orientieren sich an den etwas weniger doomigen BLACK SABBATH zur Ozzy-Phase an weniger schrammeligen KYUSS und diversen Bands, die in der Schnittmenge der beiden genannten stehen. Bei der Umsetzung gehen sie einen ähnlichen Weg die die Texaner THE SWORD auf deren letzten Album "Warp Riders", etwas weniger riffig und eher im Stoner-Rock verwurzelt. Die beschwörende Gesangsstimme bedient sich Ozzy-Vibes, ohne ihn zu kopieren, der Sound klingt echt, naturblassen und eher nach Vinyl als nach CD/mp3. Und giterrentechnisch ist "Evil Deeds" ohenhin ein echtes Juwel.

Größtes Plus des Albums sind die Songs, die sich zwar durchgehend eine Art Jam-Charakter bewahren, die aber dennoch so eigenständig und melodisch überzeugend sind, dass man der Band tatsächlich attestieren muss, die Komposition in den Vordergrund zu stellen, und nicht den allgegenwärtigen Retro-Vibe. Der ist zwar vorhanden, wirkt aber nicht erzwungen oder trendorientiert. So muss das sein! Wer sich mal wirklich gute Nummern wie den Titelsong, "Häxagram" oder "A Different Moon" zu Gemüte führt, wird sofort wissen, was hier Sache ist. Und bei den beiden achtminütigen Mammut-Songs, insbesondere dem abschließenden "The Infidel" geht dann richtig die Post ab: schmirgelnd-rauer Gitarrensound an allen Ecken und Enden, ausführiche, aber kurzweilige Soli und ein early Rock 'n' Roll-Feeling, wie man es sich als sympathisant des Classic Rock nicht besser wünschen kann. Der geneigte Freund des klassichen Sounds wird sich schon denken können, welche Art durchdringender Vibes hier versprüht werden. Und wer mal einen Blick auf das Coverartwork wirft, stellt schnell fest, dass bei "Evil Deeds" das Gesamtkunstwerk überaus stimmig ist.

THE GRAVIATORS bieten mit ihrem zweiten Album eine knappe Stunde herrlichsten, stimmigen Soundtrack für diejenigen, die auch heute noch LED ZEPPELIN, SABBATH, DEEP PURPLE oder die etwas aktuelleren Stoner-Bands zu ihren Favoriten zählen. Und zwar, weil sie das wollen, und nicht, weil es jeder tut.


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