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CD-Review

Internal Affairs

Artikel veröffentlicht am 13.08.2012 | 2154 mal gelesen

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen", sagt der Volksmund und hat damit voll und ganz recht. Offenbar noch ein wenig inspirativer als alle anderen Reisen scheinen Nachtflüge zu sein, zumindest für die Herren Björn Strid und David Andersson (MEAN STREAK, aber auch Live-Gitarrist bei SOILWORK). Die beiden haben sich nämlich während ihrer gemeinsamen Zeit auf einer US Tournee im Jahr 2007 dermaßen gut und intensiv über das Thema "Classic Rock" unterhalten, dass wir nun über das gemeinsame "Baby" namens THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA jubeln dürfen, das unter anderem auch auf diversen Nachtflügen konzipiert wurde.

Mit Sharlee D’Angelo (Bass, u.a. SPIRITUAL BEGGARS), Keyboarder Richard Larsson sowie MEAN STRREAK-Drummer Jonas Källsbäck konnten recht rasch Mitstreiter für die Umsetzung des Planes, der Welt mit "Classic Rock" Freude zu machen, gefunden werden und in der Tat weiß das Material von "Internal Affairs" sehr viel Spaß zu bereiten.

Wer jedoch meint, diese Herren wären auf den schnöden Mammon aus und würden sich an der grassierenden Retro-Rock-Schiene auszubreiten versuchen, irrt. Hier wird zwar auch in der "Ursuppe" des Rock und Hardrock gefischt, dennoch sind DEEP PURPLE und LED ZEPPELIN nicht ganz so überpräsent wie bei anderen aktuellen Formationen. Anstelle dessen wird viel intensiver der US-amerikanischen Rock-Historie gefrönt, was an Referenzen wie den ganz frühen KISS, Steve MILLER oder KANSAS zu vernehmen ist. Dazu gibt es aber auch noch dezente STYX-Anleihen, wie auch das Frühwerk von JOURNEY, ALICE COOPER, REO SPEEDWAGON oder FOREIGNER zu erkennen sind- ein wahrlich imposante Mixtur, die zudem durchwegs edel dargeboten wird.

Darüber hinaus merkt man den Herrschaften aus Schweden aber auch eine gewisse Vorliebe für Funk-Rock an, wie der Titelsong hören lässt, und weiß obendrein auch mit 70er Jahre Pop zu kokettieren und diesen in durchaus erträglicher Form zu zelebrieren. Als besondere Schmankerl erweisen sich der phänomenale Opener "Siberian Queen", der eine Hit-Single der Sonderklasse darstellen würde und wohl durchaus das Zeug zum "Sommer-Hit" besitzt, sowie das - nicht nur vom Text her sofort Urlaubsstimmung verbreitende - "California Morning" in dem uns "Speed" eindrucksvoll seine Klasse als Barde unter Beweis stellt.

Für mich sind THE NIGHT FLIGHT ORCHSTRA schlichtweg DIE Überraschung der letzten Monate, denn eine derart frische, unbekümmerte "Classic Rock"-Melange hätte ich - bei allem Respekt vor der Klasse dieser Musiker - nicht wirklich erwartet. Aber Vorsicht: Diese Scheibe macht süchtig!


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