Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
CD-Review

Naked Flames

Artikel veröffentlicht am 02.09.2012 | 1436 mal gelesen

TRANCEMISSION, den älteren unter den Lesern vielleicht noch eher unter TRANCE bekannt, gelten in Insiderkreisen zu den Mitbegründern des deutschen Heavy Metals. Bereits Ende der 70er zockte Bandbegründer und Sänger Lothar Antoni mit AGE und später TRANCE seine ganz eigene Vorstellung hart rockender Töne. Zwar konnte die Band Anfang der 80er einige Erfolge verbuchen, der große Durchbruch blieb ihnen allerdings bis heute verwehrt.

Und das wird sich auch mit dem aktuellen Album "Naked Flames" wahrscheinlich nicht ändern. Zwar agieren die Herren nach wie vor in einer stabilen Formation, und das nun schon seit 10 Jahren. Außerdem wurde am groben Konzept der musikalischen Ergüsse von TRANCEMISSION auch nicht viel geändert. Aber ob sie damit heute jemanden hinter dem Ofen hervorlocken können ist zweifelhaft.

TRANCEMISSION bedienen ihre Fans - ganz klare Sache. Allerdings verwehren sich die Herren einen Zuspruch von der übrigen Gemeinde, die fesselnde Stücke mit ordentlich Schmackes hören will. Die Nummern auf "Naked Flames" versprühen irgendwie den Eindruck von Trübsinnigkeit. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Band ins Studio ging und lustlos ihre Songs aufnahm. Das ist wohl kaum der Fall (hört man z.B. ganz deutlich bei "Thanks God I'm A Fool"). Die Songs wollen dennoch einfach nicht zünden, schlittern an einem vorbei.

Handwerklich kann man dem Quartett nichts vorwerfen. Solide Gitarrenriffs, nette Schlagzeugpassagen und der ganz und gar eigenständige Gesang von Lothar Antoni haben durchaus ihren Reiz. Trotzdem bleibt der Nacken steif und höchstens der Fuß gerät ins Wippen. Dabei schlägt sich die Ballade "You" von allen Stücken noch am besten. Das Duett mit Sängerin Lalena Katz kann sich hören lassen, auch wenn es zum Ende hin etwas aus dem Ruder läuft.

Fans von TRANCEMISSION bzw. TRANCE können "Naked Flames" ruhig mal antesten. Wer auf seichten Hard Rock mit einem deutlichen AOR-Einschlag etwas anfangen kann, der könnte hier auch fündig werden.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: