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CD-Review

American Circus

Artikel veröffentlicht am 07.08.2012 | 676 mal gelesen

"So load the gun and start to roll, set your sights and Rock ‘em all!", lautet das Motto dieser Italiener, die offenbar seit jeher ein Faible für den amerikanischen Kontinent haben, schließlich entschied man sich ursprünglich sogar die Band LAS VEGAS zu nennen. Doch das ist gut fünf Jahre her und die Truppe nicht nur umbenannt, sondern auch mehrfach umbesetzt, aber dennoch sehr emsig.

Die letzten beiden Jahre hat jedoch der Wachstumssprozess der Formation inklusive der Fertigstellung von "American Circus" in Anspruch genommen, wobei man zum Schluss im "Studio 73" unter der Ägide von Riccardo "Paso" Pasini werkelte. Mit Erfolg, denn das Ergebnis kann sich nicht nur soundtechnisch auf Grund des rauen, authentischen Klangbildes hören lassen, auch die Tracks des Quintetts selbst wissen zu gefallen und lassen sofort das Bedürfnis beim Zuhörer aufkommen mitzurocken. Ihre "Mission" wird von der Band jedenfalls problemlos erfüllt!

Geprägt ist "American Circus" von einer sehr groove-betonten Gangart, die sowohl zeitgemäßen Nuancen im Stile von ALTER BRIDGE und Konsorten intus hat, ebenso aber jede Menge an traditionellem Hardrock, sowie auch diverse Einsprengsel aus dem Melodic Rock und AOR-Bereich.

Speziell durch letztgenannte Zutaten lassen mich VIOLET GIBSON ab und zu an Formationen wie LILLIAN AXE oder auch "Blues-freie" GREAT WHITE denken, auch wenn sie vor allem durch die derbe, kräftige Stimme von Matteo Brozzi über eine sehr eigenständige Note verfügen und deutlich rauer wirken.

Besonders imposant kommt sein kräftiger Vortrag in der an sich stilistisch auf den ersten Blick überhaupt nicht passenden Cover-Version des Stevie Wonder-Gassenhauers "Superstition" zur Geltung. Imponierend, dass VIOLET GIBSON einen rasanten Heavy Rocker daraus gebastelt haben.

Zwar mangelt es noch ein wenig an echten Hits, ansatzweise aber sind zumindest schon "Melodien für Millionen" im Sinne von ganz großen Stadion-Hymnen vorhanden und von daher kann man durchaus sagen, dass es sich bei VIOLET GIBSON definitiv um eine Band mit Entwicklungspotenzial handelt. Also bitte weiter so!


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