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27.11.2012

NEUROSIS-Recke Scott Kelly, der vor ein paar Monaten mit seinem Album "The Forgiven Ghost In Me" für einige Aufmerksamkeit sorgen konnte, ist seit...


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CD-Review

The Forgiven Ghost In Me

Artikel veröffentlicht am 16.08.2012 | 1563 mal gelesen

Wenn der Name Scott Kelly fällt, ist die sofortige Überleitung zu NEUROSIS mehr als natürlich und somit völlig verständlich. Dass der Mann mit seinen Soloaktivitäten allerdings in gänzlich anderen Regionen arbeitet, weiß sicherlich nicht jedermann. Wobei, so ganz anders ist das nicht, was er abseits seiner Band fabriziert, aber dazu gleich mehr.

Unter dem Banner SCOTT KELLY AND THE ROAD HOME hat er eine Art Singer-songwriter-Album am Start, das also eigentlich gar nicht mal so weit weg ist von NEUROSIS. Dabei nutzt er hier auf "The Forgiven Ghost In Me" vordergründig Akustikgitarren, wenige verzerrte Klänge im Hintergrund und seinen charismatischen Gesang. Warum also gibt es Ähnlichkeiten? Nun, die Stücke klingen allesamt schon etwas nach NEUROSIS, selbst wenn es hier und da nur vereinzelte Parts sind. Nur eben fast ohne Schlagzeug (außer bei "The Field That Surrounds Me") und ohne die komplette musikalische Macht der Band. "The Forgiven Ghost In Me" tönt wie NEUROSIS-light, minimalistisch, total reduziert und aufs Wesentliche runtergebrochen. Dem Charme und der Tiefe der Musik tut dies jedoch keinen Abbruch.

Vom Song-Aufbau, den Stimmungen und natürlich Kellys Gesang her, lassen sich ganz schnell Parallelen zu seiner Band ausmachen, was ich übrigens nicht verwerflich finde. Die Texte sind enorm intensiv gehalten, wobei Kelly auf unnötiges Herumpalavern verzichtet und relativ knapp auf den Punkt kommt. Nimmt man also die Intensität der Musik, Kellys schwermütigen Gesang und die tiefen Lyrics, kommt am Ende ein emotional sehr (er)greifendes Album heraus, dem man sich stellen muss, um es zu verstehen. Sicher nicht jedermanns Sache und noch sicherer nicht für jeden Augenblick geeignet.

Als kleine Empfehlung am Rande möchte ich deshalb noch erwähnen, dass ich es etwas unglücklich finde, dass "The Forgiven Ghost In Me" in Deutschland mitten im Sommer erscheint, denn Sommermusik ist das hier defintiv nicht. Mit etwas Pech wird die dichte und gelungene Stimmung des Albums im Sonnenschein verpuffen. Wer also etwas Geduld mitbringt, sollte sich SCOTT KELLY AND THE ROAD HOME für die tristen Herbsttage aufheben, denn ich glaube, dann wird sich die Wirkung der Musik und der Texte deutlich besser entfalten.


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