Agrypnie
Listening-Session zu "16[485]"

Special

Um 9 Uhr morgens, also zu früher Stunde, zumindest aus der Sicht eines katergeplagten Festivalbesuchers, luden Supreme Chaos Records auf dem Summer Breeze 2009 zur Listening Session des neuen AGRYPNIE Albums. Das neue Werk wird “16[485]” heißen und soll im Dezember das Licht der Welt erblicken. Für ausreichend schmackhafte Verpflegung in Form eines zünftigen “Anti-Kater”-Brunchs hatten Labelchef Robby und seine wie immer freundliche Crew für die zahlreichen Pressevertreter gesorgt. Nach einer guten Stärkung und gemütlichem Plausch mit Bandleader Torsten bekamen wir sechs nagelneue Songs um die Ohren geblas(t)en, bei drei noch nicht vorgestellten Tracks fehlte zum damaligen Zeitpunkt noch der Gesang. Insgesamt werden zehn Stücke auf “16[485]” vertreten sein. Die Zahlen vor den gehörten Stücke markieren die Platzierung auf dem Album. Aufgenommen wurde das Album wie auch schon der Vorgänger “Exit” in den SU2 Studios mit Phil Hillen. Die Spielzeit soll 72 Minuten betragen.

Agrypnie

1. Intro

Bei der Einleitung handelt es sich um ein Ambient-Stück aus der Feder von Mathias Grassow, welcher dieses wie auch das abschließende “Figur109” für AGRYPNIE schrieb. Der Anfang ist erst einmal sehr leise, dynamisch wird die Lautstärke ständig angehoben, nur minimale Änderungen sorgen für eine kalte, triste, aber auch pechschwarze Atmosphäre. Das Intro geht dann nahtlos in den nächsten Track über.

2. Der tote Trakt

Eine Gitarrenmelodie setzt ein, ehe alle weiteren Instrumente folgen und im Midtempo spielen. Es folgen starke Doublebasswirbel, das Stück wirkt nun verdammt mächtig, der charismatische Schreigesang setzt ein. Nach einem geschickt platzierten Break geht es deutlich schneller weiter, bis wieselflinke Blastbeats alles zertrümmern. Stakkato-Riffing folgt, ehe nach einem weiteren Break halbakustische Gitarrenklänge und sphärische Keyboards ertönen, untermauert von getragenem Schlagzeugspiel. Der Übergang in den kalten Black Metal ist wieder fließend, eine Mauer aus melodisch sägenden Gitarren im Uptempo bis hin zu Blastbeats, ehe wieder Stakkato-Riffing gegen Ende des Stücks vorherrscht. Sehr starker Anfang!

4. Verfall

Wuchtiges Schlagzeugspiel im Midtempo sowie offen angeschlagene Gitarren und prägnante Riffs bilden den Anfang von “Verfall”. Das Tempo zieht an, der Black Metal tritt in den Vorschein, unvermittelt setzen halbakustische Gitarrenklänge ein. Sägende Riffs und Blast Beats prägen eine eiskalte Black-Metal-Atmosphäre, und plötzlich ertönen sehr schöne Leadmelodien. Sphärische Keyboards lassen den Song ausklingen. “Verfall” ist geprägt von ständigen, aber trotzdem im Nachhinein nachvollziehbaren Wechseln, von einem sehr interessanten Songaufbau. Dachte man zu Anfang, das Stück wäre einfach nur straight, direkt, ohne Schnörkel und Überraschungen, durchlebt der Hörer im Verlaufe des Liedes die unterschiedlichen Klangwelten des AGRYPNIE-Universums.

5. Schlaf

“Schlaf” beginnt langsam in getragenem Rhythmus mit schleppend langsam riffenden Gitarren. Unvermittelt setzen Blastbeats ein, die Gitarren sägen. Es geht im Midtempo weiter, mit schönen Leads und sphärischen Klängen. Das Stück lebt von verschiedenen Melodielinien und einer wunderbaren Hookline, welche den Hörer vollends fesselt, der absolute Wahnsinn!

6. Zorn

Plötzliche Screams, vehement sägende Gitarren und Blastbeats überraschen den Hörer, “Zorn” legt gleich furios los, von null auf Hundert in unter einer Sekunde und klingt auch gleich genau so, wie es der Titel verspricht. Der Song ist ein Stück garstigen, ziemlich direkten Black Metals, mit Keyboardteppich im Hintergrund und recht abruptem Ende.

8. Morgen

Die Einleitung ist langsam, halbakustisch, mit getragenem Schlagzeugspiel, das Tempo zieht etwas an. Melodische Gitarren setzen ein, viel Doublebass, die Stimmung des Stücks erinnert sehr stark an die alten KATATONIA zu seligen “Brave Murder Day”-Zeiten. Zwischendrin gibt es wieder die typischen Stakkato-Riffs, gegen Ende wird der Song wieder langsam mit halbakustischen Gitarrenklängen.

Die ersten Höreindrücke lassen auf ein wiederrum starkes, anspruchsvolles AGRYPNIE-Album hoffen, mit sehr viel Abwechslung, komplex, sehr kalter, beklemmender Atmosphäre, episch, aggressiv.

14.10.2009

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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