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21.12.2007

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CD-Review

Complete Annihilation

Artikel veröffentlicht am 23.11.2005 | 4945 mal gelesen

Abstriche sind ne eklige Sache, klar! Aber, HEY! Frauen da draußen … die ihr jetzt schon Zuckungen im Unterleibsbereich habt und den Pflaumendoktor und Fruchtwasserpiraten vor eurem geistigen Auge seht …
diese Band hier ist tapfer und macht auch ein paar Abstriche.

So zum Beispiel dieser Abstrich : Man hört sich an wie ein KREATOR Klon … und das, obwohl man aus Amiland kommt. Die Parallelen sind nicht zu leugnen … ach, was sag ich … die Band hat „Extreme Aggression“ als Blaupause verwendet. Vor allem Shouter Eric hört sich dermaßen nach „uns“ Mille an, dass man meinen möchte, letzterer hätte nen Sideproject laufen.

Diagnose : Scheiß drauf! Die Band kopiert natürlich … aber das macht sie nunmal nicht schlecht. Die Songs sind kräftig, mit großer Spielfreude und technisch recht annehmbar umgesetzt. Außerdem sind ja nicht nur KREATOR als Vorbild zu nennen. Neben den anderen deutschen Thrash-Urgroßvätern SODOM und DESTRUCTION sind auch Einflüsse von SADUS (was nicht zuletzt die nahezu durchgängige Spielgeschwindigkeit angeht) und DARK ANGEL (Eric hört sich nicht ausschließlich nach Mille an, sondern auch schon mal nach Don Doty!) auszumachen. Und auch die unvermeidlichen SLAYER bleiben nicht außen vor („Where The Pictures Lie“).

Sicherlich fehlt im Songwriting noch das ein oder andere Quäntchen Überzeugungskraft, so dass nicht jeder Track im Gehör haften bleibt, aber Granaten wie der Titeltrack „Complete Annihilation“, das in entspannterem Tempo gespielte „Tyrants Of The Bloodlands“, das mit feinen Breaks versehene „Violent Epiphany“ oder das rasende „Trapped In Time“ treten in die großen Fußstapfen der Essener (und Konsorten), ohne dass auffiele, dass die Amis kleinere Stiefel hätten.

Ein weiterer Abstrich : Die Produktion ist ein bisschen drucklos, ein wenig holperig und eine Kleinigkeit zu blechern. Die Kicks z.B. bollern allzu hölzern durch die Botanik.
Diagnose : Tja, wer „Extreme Aggression“ zeitlebens als schrammelige Tape-Version gehört hat, gibt sich schnell mit dem etwas platten Sound zufrieden. Außerdem war die Produktion beim ollen KREATOR Klassiker bestimmt auch nicht wesentlich besser. Passt eben zu der Art Mucke, wie sie AVENGER zocken, genauso Old School wie der Thrash, der geboten wird: räudig und hässlich, wie’s sein muss!
Noch ein Abstrich : das Cover ist klischeebeladen und peinlich!

Diagnose : Positiv! Tja, das hat nicht unbedingt Klasse, aber passt auch schon wieder zur Attitüde und zur Mucke … also … was soll’s? Also, Weiber da draußen … Abstriche machen ist doch gar nicht so eklig!
Da freut frau sich doch auf das Speculum wie aufs nächste AVENGER OF BLOOD Album!


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