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CD-Review

Hidden Depravity

Artikel veröffentlicht am 06.01.2013 | 744 mal gelesen

Es mag komisch klingen, aber manchmal scheint es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Geographie und Musik zu geben. Wie zuletzt bei den Burschen von DIRT auffällig, lassen uns nämlich auch die aus dem Süden Italiens stammenden CANCRENA keine Sekunde daran zweifeln, dass ihr Sound in Richtung "Süden“ ausgerichtet ist.

Der fett groovende Thrash Metal den uns dieses im Jahr 2000 gegründete Quartett offeriert, war zwar zu Beginn nicht nur von PANTERA, sondern eigenen Angaben nach auch von SEPULTURA oder TESTAMENT inspiriert, doch führt man sich "Hidden Depravity“ intensiv zu Gemüte, kann man schnell feststellen, dass die Ausrichtung mittlerweile weniger in Richtung Bay Area oder Brasilien geht, sondern zum Großteil am Werk der Texas-Heroen und ähnlich losbretternden Truppen angelehnt ist.

Durch die in den Jahren der Existenz erworbenen Routine auf den Brettern, die die Welt bedeuten (u.a. haben CANCRENA bereits mit OBITUARY, EXTREMA, FINNTROLL, VOMITORY und MALEVOLENT CREATION die Bretter teilen dürfen und sich zumindest in der Heimat einen guten Ruf erspielen können), ist es kaum verwunderlich, dass die Italiener wissen, wie man Nackenwirbel zum Bersten bringt, sprich wie man derlei Songs zu gestalten hat, damit diese ihre Wirkung nicht verfehlen.

Das Album enthält daher auch eine gefühlte Schiffsladung Groove, lässt uns massive Riffs in deftigster Machart vernehmen, die phasenweise in Sachen Brutalität fast schon in EXHORDER-Dimensionen vorstoßen und wird von der deftigen Stimme von Francesco Morgese quasi endveredelt, denn auch dieser Bursche weiß, wie es klingen muss, damit es weh, aber dennoch gut tut.

So weit, so gut, so brachial. Was den Burschen allerdings noch fehlt, ist die Kompetenz ihre mächtig groovenden Tracks auch mit dem nötigen Quäntchen an zwingenden Momenten und Einprägsamkeit auszustatten.

Daher klatscht einem "Hidden Depravity" zwar ordentlich an die Birne, jedoch ohne Langzeitwirkung. Doch ich bin sicher, diesbezüglich wird der Vierer noch zulegen können, denn talentierte Songschreiber und kompetente Instrumentalisten sind sie schon auf jeden Fall, die Jungs von CANCRENA.


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