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Cemetery Dust - An Anatomy Of War

Cemetery Dust

"An Anatomy Of War"
CD-Review, 1440 mal gelesen, 03.09.2012 Wertung 06/10

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CD-Review

Power Of The Hypocrite

Artikel veröffentlicht am 09.10.2008 | 1872 mal gelesen Irgendwie kann man schon von einer Oldschool-Pest im Underground sprechen, gerade im thrashigen Bereich. Ich habe bisher unzählige Bands ausmachen können, die sich faktisch am knüppelnden 80-er Thrash orientieren. Natürlich haben sich die wenigstens an der filigranen Bay-Area Variante versucht, was ja nicht verwunderlich ist, denn die Mehrzahl der heutigen Thrasher kann weder ausgezeichnet Gitarre spielen, noch einigermaßen vernünftig singen. Somit wird man heutzutage oft mit stupidem Rumgeriffe und Bahnhofspenner-Gegröhle malträtiert, dass man nicht kritisieren darf, weil es halt Oldschool ist, und daher angeblich richtig cool sein soll. Wenn dann aber absolute Nichtskönner wie LEGION OF THE DAMNED auch noch mit solchem Schrott bekannt werden, dann platzt mir wirklich der Kragen.

Auf dem Promozettel zu CEMETERY DUST steht dicke "Thrash" drauf, daher habe ich wie immer pures Geknüppel erwartet. So arg wie üblicherweise ist es zum Glück nicht geworden. Im Groben stimmt es auch, dass hier richtig gedroschen wird, nur sollte man den Willen auflockernde Elemente in die Musik zu integrieren nicht verleugnen. CEMETERY DUST versuchen stets mit einem oder anderem gut platziertem Soli etwas mehr Spielkultur in ihre Songs zu bringen. Auch Death Metal frühere Tage ist man nicht abgeneigt. Hier wird also nicht einfach niveaufrei durch die Gegend geballert. Die Abwechslung wird sogar ganz groß geschrieben, die sich durch etliche Wendungen innerhalb der Stücke manifestiert. Ab und zu mal kommt auch der eine oder andere Hammer-Riff zum Vorschein.

Trotzdem fehlt durchaus das gewisse Etwas. Die Melodien sind auch nicht wirklich schlecht, aber es fehlen in den meisten Fällen die absoluten Killerparts. Somit bewegt sich "Power Of The Hypocrite" durchgehend auf einem soliden, aber keineswegs starkem Level. Auch der Gesang kann weder durch Besonderheit, noch durch überraschende Hooklines aufwarten. Die Stücke bieten manchmal nicht so viel Substanz, um sie auf Länge von durchschnittlich ca. 6 Minuten auszudehnen. Ich will jetzt aber nicht, dass der Eindruck entsteht, CEMETERY DUST würden nicht sonderlich viel drauf haben, nur sind sie halt nicht die ersten die sich an solche Klänge herangetraut haben, und müssen sich an vorhandenen Standards messen lassen. Ich bin aber 100%-ig sicher, dass Genre-Fetischisten zu einem ganz anderem Ergebnis kommen werden, und dieser Platte eine Chance geben können.

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