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CD-Review

Infected With Violence

Artikel veröffentlicht am 26.10.2012 | 2366 mal gelesen

Schon kurz nach der Bandgründung konnte dieses Quartett aus Buffalo, NY im heimischen Underground jede Menge Staub aufwirbeln und das nicht bloß, weil man derlei Sounds in jener Region offenbar nur sehr selten zu hören bekam, sondern vorwiegend deshalb, weil sich HELLCANNON schon nach ganz kurzer Zeit den Ruf einer exquisiten Live-Band erspielen konnten.

Aus diesen Gigs resultierte im Prinzip auch der erste Deal mit dem amerikanischen Mini-Label Butchered Records, das "Infected With Violence" vor zwei Jahren zum ersten Mal in die Umlaufbahn schossen. Diese Auflage existierte aber offenbar in einer viel zu geringen Anzahl, denn nur knapp 24 Monate später kommt das Album erneut (und zum ersten Mal auch offiziell in Europa) auf den Markt.

Zwar muss auf jegliches Bonus-Material verzichtet werden, da vom aktuellen Interessenkreis jedoch ohnehin nur ein verschwindend geringer Anteil zu den stolzen Besitzern des Originals zählen dürfte, relativiert sich die Frage danach ohnehin einigermaßen.

Wem HELLCANNON bis dato gar nichts sagen, dem sei mitgeteilt, dass uns diese vier Amis mit einer fulminanten Mixtur aus deftigem Thrash in Version der frühen SLAYERR und DARK ANGEL die Ehre erweisen, sie dazu aber auch Einflüsse aus dem teutonischen Thrash der Frühzeit (ich höre da ganz viel DESTRUCTION!) offerieren. An Spielfreude sind HELLCANNON kaum zu übertreffen, man merkt dem Material einfach permanent an, dass wir es hierbei mit Vollblut-Thrashern zu tun haben.

Trotz aller Heftigkeit bemerkt aber ebenso, dass diese Burschen spieltechnisch über jeden Zweifel erhaben sind, sodass die Melange – trotz zusätzlicher Inspirationsquellen wie diverser angeschwärzter Proto-Death Metal-Formationen oder auch POSSESSED, völlig frei von jeglichem "Gerumpel“ bleibt.

Noch Fragen? Wohl kaum, außer jener an das Label eventuell, ob es nicht Sinn machen würde, das gute Stück ausschließlich als großen, schwarzen Rundling aufzulegen. Artwork und erst recht die Musik selbst schreien hier förmlich danach!


Kommentare
Kommentar schreiben Leserwertung: Wertung 08/10




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Sini
melden Wertung 08/10 Sini | 06.02.2013 | 09:49 Uhr

Echt geile Scheibe. Anspieltipps meinerseits sind Leviathan, Harbringer of War und Raiders of the Waste. Endlich mal eine Blutjunge Truppe die zeigt das Retro nicht gleichzusetzen ist mit, klingt scheiße (im RockHard heißt das dann "authentisch")...