Vulgar Display Of Power
Artikel veröffentlicht am 23.05.2012 | 4152 mal gelesenBevor ich mit der ultimativen Lobhudelei für dieses überirdisch geniale Album loslege, möchte ich zunächst feststellen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die "Cowboys From Hell" für das beste Album der Band halten. Für mich ist ganz klar und ohne Wenn und Aber "Vulgar Display Of Power" das Höchstmaß an Härte in Sachen Riffing bei PANTERA. Etwas geileres und heftigeres hat diese Band nicht veröffentlicht. Punkt.
Ausgestattet mit vielen einfach nur saugeilen Riffs zum Austicken, superbem Aggro-Gesang eines Phil Anselmo, der meiner Meinung nach nie wieder so angekackt klang wie auf diesem Album hier und einer Produktion, die einem vor (es sind tatsächlich schon sage und schreibe) 20 Jahren regelrecht die Fußnägel durch die Socken hat stechen lassen. Anspannung pur, Spannung bis zum Lippen-blutig-beißen; der absolute Wahnsinn!
Nun wird dieses Topalbum, wohl ohne zu übertreiben ein Meilenstein der Metal-Geschichte, zum Jubiläum neu aufgelegt und wurde auch gleich noch mit einem, nein, zwei Schmankerln ausgestattet. Der erste Bonus ist das Stück "Piss", das bislang unveröffentlicht ist und aus den selben Aufnahme-Sessions stammt. Zudem gibt es noch eine DVD mit einer bis dato ebenfalls unveröffentlichten Live-Performance aus dem Jahre 1992. In Italien aufgenommen zeigen Bild und Ton, wieviel Energie in dieser Band steckte und dass die Jungs imstande waren, mit ihrem Sound sinnbildlich Wände einzureißen. Obendrauf kommen noch die drei Videos "Mouth For War", "This Love" und "Walk" und besiegeln einwandfrei den passenden Slogan "Value for Money".
Wer nun immer noch nicht hungrig geworden ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Nicht nur jeder Thrasher im speziellen, nein, jeder Metaller sollte wissen, um was es hier geht, denn dieses Album ist essentiell für unsere Musik. FUCKING HOSTILE!
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Eines der überbewertetsten Alben der Metal-Geschichte, das einen furchtbaren Trend nach sich gezogen hat.
Ich halte es schon für ein gutes Album (und mag auch den "Trend" einigermaßen, der hinterherkam), aber insgesamt denke ich auch, dass es nicht mehr als "nur" ein gutes Album ist. 7-8/10 für das Original.
Genau, überbewertet! Deshalb hat die Scheibe auch mehrfach Gold und (Doppel-) Platin eingeheimst und selbst heute noch berufen sich unzählige Bands (teilweise selbst mit mittlerweile großen Namen) auf dieses Album. Geschmack ist das eine, keine...
Der Kommentar von Sickman trifft es gut. Man muss das Album nicht mögen, aber man kann ihm unmöglich die Bedeutung absprechen. Als alter Sack war ich damals "live" dabei, als "Vulgar Display Of Power" raus kam, und habe Pantera seinerzeit in der...
Ja Mensch, die Bild-Zeitung verkauft sich auch wie warme Semmeln - ebenso Alben von Semino Rossi. Als würden Plattenverkäufe etwas über die Qualität eines Albums aussagen - wie naiv ist denn solch eine Denkweise? Man muss sich gerade mal im...
Naiv ist vor allem dein Vergleich mit Megasellern aus dem Mainstream. Wir reden hier über Metal! Da sind Platin-Auszeichnungen eher eine Seltenheit. Wenn man nur aufgrund seines persönlichen Geschmacks die musikhistorische Bedeutung solcher Alben...
Na ja, im Grunde ist das Album das extreme Pendant zum schwarzen Metallica-Album, das sich ja auch wie geschnitten Brot verkauft hat und einflussreich auf Generationen war. Nur: War das wirklich gut für die musikalische Entwicklung mancher Bands?...
"Metalboom Anfang der 90er" ist gut
Gerade zu der Zeit sah es für den Metal alles andere als gut aus, da die Alternative/Grunge Welle alles überrollte!
Naja, man kann nun wirklich nicht Kurt Cobain dafür verantwortlich machen, dass den großen Meta-Bands die Ideen ausgingen. Davon ab: Der Einfluss von Pantera auf die heutige Metal-Szene ist vollkommen unbestritten. Eine andere Frage ist, was man...
äh... 10/10 - bei aller Liebe... ganz sicher nicht! Ich dachte als Reviewer müsste man ein bisschen Objektivität behalten. Aber (auf dieser Plattform) gilt das teilweise wohl echt nicht.
Und das hier Thrash Metal zu nennen? hmmm......
Es ist wohl ein ziemlich weitverbreiteter Irrtum, dem du hier unterliegst: Eine Rezension kann so ziemlich alles sein, aber mit Sicherheit niemals objektiv. Denn worum es in einem Review immer geht, ist eine Meinungsäußerung, die im Idealfall klar...
@neco: Metallica sind Anfang der 90er ja wohl komplett durch die Decke geschossen, Guns N'Roses (okay, nicht wirklich Metal) ebenso, und viele andere Bands haben ebenfalls von der Welle profitiert. Und neee, klar, Grunge hat den Metal getötet - die...
Achso ja,
@xeledon: Wer hält hier denn wen für Idioten?
@Heiko: Die Bedeutung spreche zumindest ich der Band nicht ab, nur muss ich es ja wohl nicht gutheißen/gut finden.
Entgegen allen Dingen ob das Review nun objektiv ist, ob PANTERA Thrash Metal spiel(t)en & ob deren Einfluss nun unumstritten ist oder nicht.
Ich war & werde wohl nie mit PANTERA warm werden. Dennoch hab ich ein paar Fragen.
Ist die...
@The Law: Hoffentlich niemand niemanden. Ich wollte damit tatsächlich aktuell niemanden persönlich ansprechen, sorry, falls das so rüberkam.
Am Sound rumzumöbeln, macht meiner Ansicht nach keinen Sinn, denn der war für damalige Zeiten schon ziemlich fett. Ich hör jedenfalls nix wesentliches und irgendwie fänd ichs auch schade, wenn die Scheibe "zermastered" worden wäre. Kaufanreiz...
Es ist eine (unanzweifelbar) wegweisende und verdammt gute Scheibe, 10/10 heißt aberfür mich "absolut makellos". Und das ist die Scheibe, bei aller "geilheit" auf gar keinen fall. In der Hinsicht ist sie natürlich absolut überbewertet. Dennoch...
Achso, falls ich mich in meinem letzten Posting unklar ausgedrückt habe: Die Scheibe ist remastered, ja! Allerdings darf man nun keinen völlig anderen Sound erwarten. Und das ist auch gut so. Wertungen sind übrigens immer (immer!) subjektiv (echte...
@ Sickman:
Natürlich ist ein Review immer eine subjektive Sache. Doch sollte sie für Außenstehende auch nachvollziehbar sein. Dies ist in deinem Review der Fall. Hättest du der CD jetzt 8 Punkte gegeben dann wäre die halbe Welt in...