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CD-Review

Reflections of a Psychotic Past

Artikel veröffentlicht am 21.08.2012 | 779 mal gelesen

Zwar existierten diese Thrash-Metzgerei-Experten an sich nur von 1987 bis 1992, ihre in dieser Zeit aufgenommenen Demos konnten der Truppe aus Indianapolis aber ebenso eine verdammt guten Ruf im Underground einbringen wie die darauf folgenden EPs "Bounds Of Reality" und "The Other Me – A Journey Into Insanity".

Wie so oft in letzter Zeit haben offenbar unzählige Fans von damals die Band dazu ermutigt, es noch einmal zu versuchen und so kam es, dass RADIATION SICKNESS 2010 erneut zusammenfanden und eine erste Reunion-Show absolvierten. Darüber hinaus haben sich aber offenbar auch jede Menge an Ideen angesammelt und daher war die Wartezeit für die Fans nach der Reunion bis zu einem brandneuen Album nicht besonders lang.

Apropos "lang": Zwar hat man als Bonus eine neu abgemischte Version 1990er EP "The Other Me, A Journey Into Insanity" auf dem Album verewigt, dennoch schaffen es die insgesamt 19 Nummern auf gerade einmal knapp über 37 Minuten. Nicht gerade imposant, ich weiß, allerdings wäre mehr auch kaum zu verkraften, denn die Amis haben nichts von ihre kompromisslosen Art eingebüßt und kredenzen derbsten, und absolut melodiebefreiten Thrash / Death / Grindcore, der mitunter an die frühen NAPALM DEATH oder REPULSION denken lässt.

Dass bei derlei Klängen auch nicht unbedingt große Ansprüche an den Begriff "Sound" gestellt werden, ist zwar bekannt, ein klein wenig mehr "Druck" hätte es aber durchaus sein können, denn vor allem die Snare-Drum klingt so wie damals Mama's Waschmitteltrommeln im heimischen Kinderzimmer....

Hörgenuss und auch Abwechslungsreichtum gehen zwar definitiv anders, einen gewissen Unterhaltungswert (wenn auch bei Weitem nicht jenen von Heroen wie MACABRE) kann man den Amis aber dennoch nicht absprechen, auch wenn man fairerweise hinzufügen muss, dass die Herrschaften für eine eher kleine, dafür jedoch erlesene Zielgruppe verdammt interessant sein dürften.


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