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CD-Review

Fire And Forget

Artikel veröffentlicht am 21.11.2011 | 990 mal gelesen

Aus dem Norden Englands stammt sie, die Thrash-Formation SKELETAL DAMAGE, bestehend aus vier Jungs, die Bands wie METALLICA, ANNIHILATOR, oder auch MEGADETH als ihre Einflüsse bezeichnen. Das hört man auf “Fire And Forget“ auch deutlich heraus. An frühen METALLICA, etwa zu “Ride The Lightning“ oder “Master Of Puppets“-Zeiten scheinen die Briten besonderen Gefallen gefunden zu haben. Will man aber einen direkten Vergleich zwischen diesen Scheiben und “Fire And Forget“ ziehen, muss man anmerken, dass die Musik der Inselmänner trotz der ähnlichen Grundausrichtung deutlich gemäßigter und einfacher gestrickt ist. Die Songs sind zwar durchaus gut arrangiert, haben aber insgesamt doch zu wenig Tiefe. Spieltechnisch ist alles im grünen Bereich, aber ausladende Gitarrenleads oder ähnliche Glanzpunkte sucht man leider vergebens. Ab und an schiebt sich ein kleines Gitarrensolo in den Vordergrund, meist bleibt die Chose allerdings zu uninspiriert und vorhersehbar. Ebenso verhält es sich mit den Gitarrenriffs. Die sind zwar druckvoll und solide, erinnern aber zu oft an Lieder der oben genannten Bands. Hier wäre etwas mehr Eigenständigkeit wünschenswert gewesen.

Zu dem insgesamt durchschnittlichen musikalischen Konstrukt gesellen sich Gesangsparts, denen ich kaum Positives abgewinnen kann. Stimmlich geht es in Richtung James Hetfield, jedoch wird dessen Klasse zu keiner Sekunde erreicht. Vielmehr wirkt das Ganze gezwungen und unauthentisch. Wenn es mal in höhere Lagen geht, wird es dann stellenweise grenzwertig. Töne werden unsauber gesungen und machen einen gepressten Eindruck, man spürt förmlich, wie der Fronter an seine Grenzen gehen muss. Obendrein sind die Melodielinien sehr langweilig und berechenbar.

Wir haben es hier also mit einer Band zu tun, die musikalisch zwar in Ordnung geht, aber eben kaum eigenständig ist oder gar Außergewöhnliches zu bieten hat. Die Vocals ziehen alles noch mal deutlich runter, sodass “Fire And Forget“ in der Gesamtheit ein mäßiges Debut geworden ist. Ein paar Pünktchen gibt’s dennoch für tightes Zusammenspiel seitens der Instrumentalfraktion.


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