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CD-Review

Redefine Existence

Artikel veröffentlicht am 21.03.2013 | 1233 mal gelesen

Diese vor mittlerweile fast zehn Jahren gegründete Formation ging mit der Idee, klassischen Thrash mit Melo Death zu kombinieren, ans Werk und stellte schon mit dem Debüt "Absence of Light“ nachhaltig unter Beweis, dass die musikalische Kompetenz für einen "Durchmarsch" vorhanden ist.

Doch TERMINAL PROSPECT scheinen auch eine überaus "lernwillige“ Truppe und zudem eine, die sich trotz ihrer selbsternannten stilistischen Zuordnung keinerlei Limits auferlegt. Der Vierer erweist sich auf Langeisen Nummer Zwei nämlich noch vielschichtiger und kann nunmehr nicht nur reichlich Thrash verschiedener Provenienzen und Generationen (von FORBIDDEN über TRIVIUM bis hin zu NEVERMORE) sowie Melodic Death Metal (ich meine neben AT THE GATES und frühen IN FLAMES sehr wohl auch diverse US-Helden zu vernehmen) anbieten, sondern auch jede Menge verqueres Zeug und obendrein auch noch reichlich eingängige Passagen und Harmonien der MAIDEN-Schule.

Diese konterpunktieren nicht nur die Heftigkeit des Materials, auch die teilweise recht harschen, komplexen Parts kommen dadurch noch ein wenig besser zur Geltung, zumal die Burschen es wirklich verdammt gut verstehen, ihre Kompositionen bei allem "Extremismus“ eingängig und nachvollziehbar zu gestalten.

So kommt es, dass sich viele der Songs schon nach ganz kurzer Anlaufzeit - aller Wucht und Brachialität zum Trotz - einen direkten Weg ins Gedächtnis pflügen und man den Refrain von so manchem Rübenabschrauber sogar schon binnen ganz kurzer Zeit mitzugröhlen im Stande ist. Als nicht wirklich "variantenreich“, sondern leider nur "gewöhnungsbedürftig“ erweist sich allerdings das Organ von Kristian Norelius, dessen Stimme zwar verdammt viel Aggression zu vermitteln weiß und in manchen Passagen ebenso passend böswillig rüberkommt, auf Dauer allerdings vermittelt der Knabe eher den Eindruck, er müsste gegen die "Urgewalt“ seiner Kollegenschaft regelrecht ankämpfen.

 

Freilich passt die Stimme vor allem im eher geradlinig dargebotenen Thrash- Bereich zum gnadenlos drückenden Instrumental-Vortrag von TERMINAL PROSPECT, auf lange Sicht gesehen aber stellt sich auf Grund der Stimmlage und des Krakelns aber doch ein gewisser Sättigungsgrad ein.

 


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