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26.07.2012

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01.12.2011

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CD-Review

Live At Eindhoven ‘87

Artikel veröffentlicht am 19.04.2009 | 2863 mal gelesen

Das Dynamo Open Air in Holland! Tja, vor Wacken war das wohl das wichtigste Metal-Open-Air in ganz Europa und hat sich bis Mitte der Neunziger immer mehr zu einem Metal Monster verwandelt. Noch ziemlich am Anfang der Geschichte dieses Festivals, 1987 um genauer zu sein, dem zweiten Dynamo Open Air, trat eine noch recht unbekannte Band aus den vereinigten Staaten auf, die die Thrash-Welt im Sturm eroberte: TESTAMENT. Die Band um Sänger-Legende Chuck Billy, die zwar immer in der zweiten Liga des Thrash Metals verweilen musste (ANTHRAX, SLAYER, MEGADETH und METALLICA machten damals einen keinen Platz in der ersten Liga), gab zu dieser Zeit ihr Europa-Debüt und wurde von den damals anwesenden ca. 14.000 Fans frenetisch abgefeiert. TESTAMENT hatten zu dieser Zeit zwar nur ihr Debütalbum "The Legacy“ im Gepäck, aber wer die europäischen Fans kennt der weiß, dass auch nur ein Album durchaus begeistern kann.

Und nun, 22 Jahre nach der Liveaufnahme, kommt das Konzert auf CD und LP endlich komplett auf den Markt. Zuvor grassierte lediglich die EP "Live At Eindhoven“ mit fünf Tracks in der Szene herum. Tja, und wie könnte es anders sein, weiß das gesamte Konzert vom Hörgenuss genauso zu überzeugen, wie die damalige EP. Chuck Billys Mosh!-Rufe heben die Stimmung des Publikums deutlich an (die häufigen Bemerkungen bezüglich Bier übrigens auch) und die gesamte Scheibe lässt selige 80er-Jahre-Gefühle aufkommen. Die Songs sind natürlich über jeden Zweifel erhaben. Alleine die immer wieder gespielten Klassiker „"he Haunting“, "First Strike Is Deadly“, "Over The Wall“ oder "Apocalyptic City“ machen den Eigentumswunsch der Platte schon aus. Doch auch die anderen, vielleicht etwas weniger häufig gespielten Nummern, "Disciples Of The Watch“, "Burnt Offerings“, "Do Or Die“, "Curse Of The Legion Of Death“ und "Reign Of Terror“ sorgen für wohlige Erinnerungen an die Hochzeiten dieser Musikrichtung.

Der Sound kann natürlich mit den Veröffentlichungen aus der heutigen Zeit nicht ganz mithalten. Chuck Billys Stimme unterliegt manchmal Alex Skolnicks und Eric Petersons Gitarren sowie Louie Clemente am Schlagzeug. Das Bassspiel von Greg Christian ist nur an einigen Stellen der Aufnahmen zu hören (besonders gut bei "First Strike Is Deadly“).

Was soll man noch sagen? Nostalgische Thrasher werden sich das Teil bestimmt mit Tränen in den Augen anhören, während das Album für Fans neuerer Thrash-Kaliber eine Zeitreise darstellt und aufzeigt, wie TESTAMENT damals eben geklungen haben.


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