Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Stellen neue Bandmitglieder vor news

Dark Funeral

Vor ein paar Tagen erst haben die schwedischen Black-Metal-Urgesteine DARK FUNERAL ihren neuen...
live in der Turbinenhalle Oberhausen Live-Review

Kreator, Arch Enemy...

Wer ganz aufmerksam sucht, wird auf metal.de den ein oder anderen Artikel mit Anspielungen auf...
CD-Review

Den vänstra stigens ljus

Artikel veröffentlicht am 09.06.2012 | 1472 mal gelesen

So ganz wollen sich die Schweden ZOMBIEKRIG nicht in die Riege der (vergleichsweise) jungen Thrash-Bands von ANGELUS APATRIDA bis hin zu den SUICIDAL ANGELS einordnen lassen. Sicherlich: Sie riffen sich derart old school durch die zehn Stücke ihres neuen, zweiten Albums "Den vänstra stigens ljus", als wären sie direkt aus der Bay Area eingeflogen worden, weswegen sie schon mal mit einem Augenzwinkern Göteborg und San Francisco als Heimatstadt angeben. Aber sie verstehen es doch ziemlich gut, nicht nur wie eine weitere Thrash-Band zu klingen – wie gut die auch sein mag.

Klar: Die Texte sind allesamt auf Schwedisch verfasst – und der Albumtitel "Den vänstra stigens ljus" heißt so viel wie "Das Licht des linken Pfads", was natürlich wunderbar zum geschmackvoll einfach gestalteten Albumcover passt (das so gar nicht thrashig aussieht). Aber geschenkt, das sind eher Marginalien. Weit auffälliger ist doch, dass Sänger Axel Widén den vergleichsweise traditionellen Thrash-Songs mit seiner aggressiven, schwarzmetallischen Stimme das I-Tüpfelchen verpasst – und damit den Unterschied ausmacht. Nicht nur einmal musste ich an den Namen BEWITCHED denken. Nur Geschminke gibt es bei ZOMBIEKRIG nicht.

Dafür eine ordentliche Dosis Thrash Metal mit nur wenigen Atempausen. Das klingt über weite Strecken richtig gut, wie beim Opener "Själamord", das mit Stakkatoriffing und zweistimmigen Gitarrenharmonien punktet. Oder bei "Häng dom högt över stan", das zumeist flott nach vorne prescht. Oder "Träl", das recht simples Riffing mit stampfenden Parts paart, um dann einen tollen Refrain dranzuhängen. Die Höhepunkte sind aber sicherlich das mitreißende "Anklageren" und das melodisch-ruhige "Evigt Liv", wo Widéns Ferkelstimme das einzige Mal durch cleane Vocals ergänzt wird.

Allerdings können nicht alle Stücke dieses hohe Niveau halten, wenngleich auch kein echter Ausfall zu notieren ist. Gutes Album, das übrigens durch seinen transparenten und nicht zu modernen Sound besticht (gerade das Schlagzeug klingt angenehm unaufdringlich). Wenn Ihr also auf Thrash Metal, messerscharfes Riffing und aggressiven Gesang steht, solltet Ihr dem Licht des linken Pfades folgen – "Den vänstra stigens ljus" ist mehr als nur ordentlich!


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: