Arkona (PL) - Age of Capricorn

Review

Noch letztes Jahr haben die polnischen Black Metaller ARKONA ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert – bereits ein Jahr später bringt die Band ihr neues Album „Age of Capricorn“ ans Licht , welches ab dem 13. Dezember diesen Jahres frei erhältlich sein wird.

Druck und Härte zahlen sich aus

ARKONA haben ihr siebtes Werk in den Impressive Arts Studios produziert und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wenn man vom dick aufgetragenen Albumintro im ersten Song absieht. Für Black Metal bieten die Polen schon einen nahezu klaren Sound, der auch den nötigen Druck mit sich bringt. Und wie es sich für das Genre gehört, zeigen sich die Corpsepaint-Träger nicht nur sound- sondern auch spieltechnisch brachial.

Blastbeats, Doublebass und Mollakkorde stehen an der Tagesordnung, nicht selten ergänzt durch eine Lead Gitarre, die an vielen Stellen eine aufdringliche Atmosphäre, eine gewisse düstere Epik erzeugen soll. Im Gesamten wirkt das „Age of Capricorn“ jedoch gekonnt aggressiv. Vergleichen lässt sich diese Stimmung wohl am ehesten mit älteren Alben von DARK FUNERAL.

ARKONA experimentieren, bleiben aber ihrem Sound treu

Positiv betonen kann man die Experimentierfreudigkeit mit den Keys, die nur ab und an eingesetzt werden und so zusätzlich Abwechslung reinbringen. Auch die Geschwindigkeit variiert. So beginnt „Towards the Dark“ beispielsweise langsam mit einem minimalen Doom-Touch, verwandelt sich allerdings schnell in ein Doublebass- und Blastbeatgewiter, von dem sich so einige erfahrene Band etwas abgucken kann.

Dank der Lead-Gitarre, die an vielen Stellen – wie z.B. im Song „Grand Manifest of Death“ – mit der einen oder anderen eingängigen Melodie überrascht, wirken auch die sehr genretypischen, frostigen Gitarrenriffs nicht mehr so eintönig. Darüber hinaus schaffen Arkona das, was vielen Black Metal Bands fehlt: heftige Drums, die allerdings perfekt auf die restlichen Instrumente abgestimmt sind und hier und da leichte Akzente setzen.

Black Metal muss nicht langweilig sein

Arkona machen auf „Age of Capricorn“ definitiv das, was sie am besten können: scheppernden Black Metal, dem es an Melodie nicht mangelt. Allein durch die Vielseitigkeit hebt sich ihr neues Werk schon von denen anderer Bands ab. Vielleicht ist es die langjährige Erfahrung, die der polnischen Band in die Karten spielt, denn mit Age of Capricorn haben die vier Musiker schon fast ein Ass aus dem Ärmel gezaubert.
Wer eine ARKONA-Liveshow noch in Erwägung zieht, bekommt auf dem Under The Black Sun Festival 2020 seine Gelegenheit.

(Review von Daniel Pressert)

03.12.2019

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