Burial Hordes - ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)

Review

Soundcheck September 2018# 12

Grafik Soundcheck Platz 15

Die lärmenden Griechen BURIAL HORDES veröffentlichen mit  „ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)“ endlich ihre vierte Scheibe und nehmen dabei ein paar leichte Kurskorrekturen vor. Doch muss sich die eingeschworene Fangemeinde deswegen ernsthaft Sorgen machen? Ruhig bleiben, Männer.

BURIAL HORDES erweitern ihren Sound um Nuancen…

Mit „Human Condition“ wählen BURIAL HORDES zwar einen recht gemäßigten Start, die Spannung baut sich hier nur langsam auf, ein recht eigenwilliger Auftakt. Der Song ist ziemlich schleppend und düster und im Bandkontext fast schon so etwas Ähnliches wie eine Ballade, allerdings herrlich verzweifelt. Doch wer beim bösen B-Wort eben etwas zusammengezuckt ist, keine Angst, der Opener erinnert schon schön an BEHEMOTH, ist also weit von Weichspülerei entfernt. Und schon mit „Thrownness And Fallenness Of Being“ entlädt sich das Chaos wieder, jawoll, so kennt man die Jungs. Es rast und scheppert, bleibt aber dennoch klar strukturiert. Dann findet man wieder so einen feinen regelrecht beschwörenden Part, das wirkt doch alles recht komplex und fast schon progressiv. Und man ahnt bereits jetzt, diese Scheibe will erobert werden, die geht nicht sofort direkt ins Ohr. Aber genau dafür mag man ja schließlich BURIAL HORDES.

Und „ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)“ bleibt düster und eigenwillig, ohne jedoch die bandtypische Eingängigkeit zu verlieren. Der Spielfluss wird immer wieder ganz geschickt unterbrochen. Das macht natürlich das Hörerlebnis nicht unbedingt einfacher, aber es bleibt stets spannend und herausfordernd. Die vorherige EP „Extinction“ war da doch ein Stück weit geradliniger und etwas zugänglicher, aber natürlich ebenfalls zum Glück meilenweit vom Mainstream entfernt. Und es wurde da auch mehr geballert.

… aber es bleibt feinste Rumpel-Kunst!

Wobei die „Erkenntnis“ zum Glück dann doch noch kommt. Von Gebretter dieser Art hätte man eigentlich viel mehr erwartet, vielleicht sogar erhofft bzw. gewünscht. Aber es spricht ja für die Band, wenn man  Hörer und Fans überrascht. Der Song zieht auf jeden Fall mal so richtig flott durch. „Death Is Omnipotent“ bietet anschließend immer wieder gemäßigte melodische Einsprengsel zwischen düsterem Midtempo und schnellen Parts. Außerdem überzeugen hier die feinen hypnotischen Harmonien zum Abschluss. Und zu guter Letzt servieren BURIAL HORDES mit „From Synthesis To Aposynthesis“ noch ein knapp siebzehn minütiges Monster. Auf einen vielversprechenden Start mit einer coolen einprägsamen Melodielinie folgt ganz feines Geknüppel mit verdammt viel Niveau. Und dazwischen immer wieder diese hypnotischen Riffs, Langweile kommt hier trotz der Länge des Songs keineswegs auf. Die Jungs ziehen ziemlich gnadenlos voll durch, die kleinen Extras und Wendungen stecken eindeutig tief im Detail. Und zum Abschluss verschleppt man das Tempo noch mal ganz geschickt und baut ein paar feine kleine Disharmonien ein. Klares Highlight der Scheibe!

Abschließend stellt sich dann schon die Frage, ob BURIAL HORDES mit „ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)“ vielleicht doch etwas zu viel wollten? Die sollen doch eigentlich ausschließloch rumpeln. Klare Antwort: Nein! Die Band hat ihren Sound lediglich um etwas mehr Komplexität und einige progressive Nuancen erweitert, und das steht den Jungs verdammt gut. Das ist ganz einfach feine Rumpel-Kunst mit jeder Menge Stil.

05.09.2018

Der metal.de Serviervorschlag

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1 Kommentar zu Burial Hordes - ΘΑΝΑΤΟΣ ΑΙΩΝΙΟΣ (The Termination Thesis)

  1. Schraluk sagt:

    Gefällt mir gut diese Scheibe. Kannte die Band zuvor nicht, da mich in der Regel (natürlich mit Ausnahmen) auch griechischer Metal selten zu begeistern weiss. Diese Mischung aus Black- und Death Metal mag ich sehr. ‚The Termination Theses‘ ist düster. Hat diesen gewissen ‚Behemoth-Touch‘, Midtempo-Parts die mit Leben und Melancholie gefüllt sind, coole Leads und abwechslungsreiche Parts. Nicht nur das Gebrüll erinnert mich neben den polen an ‚Mortuus Umbra‘ aus Israel. Gute Platte. Packt Griechenland und Folter Records mal wieder auf meine Landkarte.

    7/10