Manowar - The Final Battle - Part I

Review

Nach dem künstlerischen Totalschaden “Gods Of War“ und dem vollkommen belanglosen “The Lord Of Steel“ schwören MANOWAR dem Albumformat ab. “The Final Battle Part I“ ist der erste Teil einer EP-Trilogie. Laut Bassist Joey DeMaio sei “die schiere Kraft dieser vier Songs“ so unfassbar, dass die Band nicht mehr als vier Tracks auf ein Mal veröffentlichen konnte. Dass das ausgemachter Quatsch ist, weiß jeder.

MANOWAR – Die Selbstdemontage geht weiter

Daher überrascht bereits das eröffnende Instrumental “March Of The Heroes Into Valhalla“ nicht. Das billige Keyboard-Gedudel kennt man von der Band inzwischen zu Genüge. Und es ist so peinlich wie eh und je. Mit “Blood And Steel“ folgt ein ebenso typischer Stampfer, den man schon in hundert besseren Varianten von der Band gehört hat.

Beim Intro von “Sword Of The Highlands“ bedienen MANOWAR sich dann so billig an Howard Shores “Der Herr der Ringe“-Soundtrack, dass man vor lauter Fremdscham sofort ausschalten möchte. Wer trotzdem dranbleibt, verliert sechs kostbare Minuten Lebenszeit an eine stümperhafte Powerballade, die gerne das neue “Heart Of Steel“ wäre.

“The Final Battle“ beweist: schlimmer geht immer

Der letzte Track “You Shall Die Before I Die“ bietet anschließend ein Novum in der MANOWAR-Geschichte. Schließlich übernimmt hier DeMaio höchstselbst den Gesang. Hätte er es besser mal gelassen. Der “Gesang“ auf diesem Song ist das schlimmste, was jemals auf einer MANOWAR-Platte zu hören war.

DeMaios Intonationsversuche bewegen sich irgendwo zwischen den Schreien eines sterbenden Schweins und dem allmorgendlichen Toilettengang. Der Größenwahnsinn des Bassisten erreicht hiermit seinen absoluten Höhepunkt. Das verdient auf gewisse Weise schon wieder Respekt, denn wer hätte gedacht, dass Mister “Ich sterbe für den Metal“ wirklich noch einen draufsetzen könnte?

Weihnachten mag vielleicht noch ein paar Monate weit weg sein. Doch sollte ein jeder Metalhead auf dem Wunschzettel ganz oben das Ende von MANOWAR stehen haben. Mit jeder Veröffentlichung untergräbt diese einst legendäre Band ihr Erbe mehr und mehr. Der Schrott, der auf den Namen “The Final Battle Part I“ hört, ist nichts weniger als eine Beleidung eines jeden Fans.

05.04.2019

"Irgendeiner wartet immer."