WAVES LIKE WALLS und die Entstehung von „They Preach, We Burn“
News
Mit „They Preach, We Burn“ legen WAVES LIKE WALLS ihre erste neue Single nach dem Album „It Never Ends“ (VÖ 2024) vor. Geprägt ist der Song von intensiver Live-Erfahrung, klarer politischer Haltung und einer hörbaren klanglichen Weiterentwicklung. Der Song verbindet Hardcore-Energie, Melodie und eine deutliche Position gegen die Instrumentalisierung von Angst und Ausgrenzung. Internationale Unterstützung durch Jeff Dunne (Mix/Master) und ein Feature von Ale (Dead Like Juliet) unterstreichen den Anspruch der Band.
Im metal.de-Podcast „Metal Minds – The Pit Unplugged“ spricht Frontmann Marki ausführlich über die Entstehung von „They Preach, We Burn“, die intensive Live-Phase, Produktionsentscheidungen, politische Haltung und die nächsten Schritte von WAVES LIKE WALLS.
They Preach, We Burn: Songwriting unter Dauerstrom
Nach einer intensiven Live-Phase melden sich WAVES LIKE WALLS mit der Single „They Preach, We Burn“ zurück. Es ist der erste neue Release nach dem letzten Album „It Never Ends“ und bewusst kein Material „aus der Schublade“, sondern ein Song, der aus den Erfahrungen zahlreicher Shows heraus entstanden ist. Rund 60 Konzerte in der jüngsten Phase haben das Songwriting ebenso geprägt wie die inhaltliche Ausrichtung der Band.
Musikalisch verbindet der Track kompromisslose Härte mit klaren melodischen Linien und bewegt sich bandtypisch im melodischen Hardcore. Im Gespräch betont Marki, dass der Fokus von Beginn an auf der Live-Umsetzbarkeit lag: eingängige Hooklines, die schnell greifen, treffen auf deutlich härtere und energetischere Passagen, die gezielt auf Publikumsinteraktion ausgelegt sind. Die finale Version des Songs ist das Ergebnis eines iterativen Prozesses, bei dem verschiedene Chorus-Varianten gegeneinander abgewogen wurden, bevor die endgültige Fassung feststand.
WAVE LIKE WALLS und die Zusammenarbeit mit Jeff Dunne
Für die Produktion haben sich WAVES LIKE WALLS bewusst externe Unterstützung ins Boot geholt. Mix und Master stammen von Jeff Dunne (u. a. KNOCKED LOOSE, STICK TO YOUR GUNS, CURRENTS). Für Frontmann Marki war die Zusammenarbeit nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch eine bewusste Entscheidung, eine externe Perspektive auf das eigene Material zuzulassen. Die saubere Vorproduktion aus dem bandeigenen Studio in Ingolstadt bildete die Grundlage für den Austausch, der von Offenheit und konkreten Learnings geprägt war, insbesondere hinsichtlich Balance, Lautheit und Gesamtwirkung des Songs.
„They Preach, We Burn“ erhält zusätzliche Intensität durch den Feature-Part von Ale von DEAD LIKE JULIET. Die Verbindung zwischen den Bands besteht seit vielen Jahren und basiert auf gemeinsamen Shows, ähnlicher Energie und klar geteilten politischen Werten. Entsprechend reibungslos verlief die Zusammenarbeit, die den inhaltlichen Kern des Songs weiter zuspitzt.
Freiheit als Kampfbegriff: Warum WAVES LIKE WALLS Haltung zeigen
Inhaltlich positionieren sich WAVES LIKE WALLS unmissverständlich. Der Song thematisiert die gezielte Umdeutung des Begriffs „Freiheit“ sowie dessen Instrumentalisierung durch ausgrenzende politische Narrative. Marki kritisiert insbesondere, dass der Begriff von rechtsradikalen Akteuren genutzt werde, um antidemokratische Positionen zu verschleiern. Freiheit werde dabei nicht als Gleichheit, Solidarität und Vielfalt verstanden, sondern als Abschottung, Angst und Ausschluss, eine Entwicklung, der die Band bewusst widerspricht.
Diese Haltung steht in einer Linie mit früheren Veröffentlichungen der Band, die sich ebenfalls klar gegen Diskriminierung und gesellschaftliche Missstände positionierten. Musik verstehen WAVES LIKE WALLS dabei nicht nur als Ventil für Wut, sondern auch als Plattform für Empowerment und Zusammenhalt. Der Anspruch ist, nicht wegzuschauen, sondern Position zu beziehen und Hörerinnen und Hörer zu ermutigen, ihre eigene Stimme im Alltag zu nutzen, sei es im persönlichen Umfeld oder im gesellschaftlichen Diskurs.
