Aeon Gods - Reborn To Light

Review

AEON GODS ist eine Power-Metal-Band mit symphonischen Einflüssen, die aus der Asche von AETERNITAS hervorging – zumindest teilen beide Gruppen einige Mitglieder. Das erfährt man jedoch nur über Metal-Archives, denn hier treten die Musiker unter ägyptisch klingenden Pseudonymen auf. Das Konzept ist entsprechend schnell erklärt: Besungen werden altägyptische Götter. Verpackt in ein ansprechendes musikalisches Gewand, landete der Fünfer 2024 mit „King Of Gods“ einen Überraschungserfolg. Können sie das mit „Return To Light“ wiederholen?

AEON GODS vereinen die Trademarks der goldenen Power-Metal-Ära

Die Einflüsse von AEON GODS sind deutlich: Nahezu jede europäische Power- und Symphonic-Metal-Band der 1990er- und 2000er-Jahre stand Pate. Anklänge an HAMMERFALL, SONATA ARCTICA, STRATOVARIUS, FREEDOM CALL und viele weitere sind klar erkennbar. Entsprechend drehen die ersten beiden Stücke von „King Of Gods“ mit durchgetretener Doublebass und hymnischen Refrains den Pathos voll auf.

Auch die Idee, mehrere Stücke unter einem Oberthema zu bündeln, ist nicht neu. AEON GODS setzen sie gleich zweimal um: „Amduat“ und „Re’s Dying Reign“ bestehen aus vier beziehungsweise drei Teilen. Dabei handelt es sich nicht um einen in Segmente aufgeteilten Longtrack, sondern um thematisch verbundene Einzelstücke. „Barque Of Millions“ liefert kurz schmalzigen Stoff zum Durchatmen, bevor „The Sacred Union“ wieder nach vorn prescht.

Innovativ ist das alles nicht, doch die Band versteht es, die bekannten Zutaten frisch und ansprechend zu verpacken. Das liegt am stimmigen Fundament und an der passenden Stimme von Sol’Ra-tu – alias Alexander Hunziger. Sein Organ erinnert an eine Mischung aus Thomas Winkler (ex-ANGUS-MC-SIX), Chris Bay (FREEDOM CALL) und Sven D’Anna (WIZARD).

„Return To Light“ beschwört glorreiche Zeiten

Mit ihrem zweiten Album bringen AEON GODS frischen Wind in ein Genre, das oft von Stangenware geprägt ist. Die Band besitzt das gewisse Etwas und macht hörbar Spaß. Kein Wunder, dass sie im Package mit VICTORIUS auf Tour geht – dort verhält es sich ähnlich. Live dürfte „Return To Light“ noch eine Spur kraftvoller zünden.

13.02.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

Exit mobile version