Aion - Noia

Review

Das auch guter origineller Gothic – Metal aus Polen kommen kann, das beweisen Aion mit ihrem zweiten Album „Noia“. Stark errinnernd an die älteren Scheiben von den Schweden Cemetary und teilweise gesanglich auch etwas an Darkseed zu „Spellcraft“-Zeiten, drückt „Noia“ schon gewaltig und gut produziert aus den Boxen. Bereichert wurden die Tracks durch perfekt eingesetzte Synthi-Sounds und auch chorale Background-Vocals kommen zum Einsatz. Letztere allerdings nicht elektronisch, sondern durch einen mehr als 15 Personen zählenden klassischen Chor. Was allerdings etwas auffällt, ist die unklare Aussprache des Sängers. Aber was solls, über solche Kleinigkeiten lässt es sich gerne streiten. Auf jeden Fall kann man Aion´s „Noia“ durchaus zu den besten Gothic – Releases der letzten Monate zählen. Einerseits wegen der wirklich professionellen Produktion, andererseits auch wegen ihrer Eingenständigkeit. Aion schaffen es, eingängige Songs zu schreiben, die aber nie langweilig wirken. Auch nach mehreren Durchgängen fallen unter den heftigen Riffs immer wieder irgendwelche Kleinigkeiten auf, die mich bei „Noia“ in keinem der 9 Tracks zum Weiterschalten veranlassen. Gut und originell auch das Klassik – Cover „O Fortuna“, welches Aion ein bißchen anders als Therion covern. Aion wirken wirklich überzeugend, trotzdem wird sie wahrscheinlich in der großen Masse der derzeitigen Gothic – Veröffentlichen, wie so viele andere gute VÖ´s, untergehen. Schade eigentlich.

02.06.2000
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