Alpha Safari - Commercial Suicide

Review

Klassischer amerikanischer Indie trifft auf rotzige skandinavische Attitüde und das mit dem Entombed-Gitarristen Ulf Cederlund am Werk! ALPHA SAFARI musizieren abseits von Trends und herkömmlichem Songwriting. Die Musiker brechen die Songs mit sich verselbständigenden Instrumentalparts auf, lassen es noisig krachen und wechseln fließend in eine ruhige Passage über. Die Refrains sind auf Eingängigkeit gestimmt und gehen mit ihrem hohen Melodiegrad schnell ins Ohr, ohne zu vergessen dabei zu rocken. Der nette Mix aus der stellenweise an Radiohead erinnernden Atmosphäre und ordentlich groovenden Parts kommt gut rüber. ALPHA SAFARI lassen uns auf „Commercial Suicide“ ihr Gespür für druckvolle, kantige, teilweise alternativ angehauchte Songs spüren. Etwas enttäuschend sind hier die Vocals, die nicht variabel genug eingesetzt sind, so dass die Songs an diesem emotionalen, persönlichen Touch etwas verlieren. Ein solides Album, an dem es nicht viel zu Bemängeln, aber eben auch nicht viel zum Hochloben gibt. Dank vielseitigem Songwriting wird zwar Langeweile geschickt vorgebeugt, doch was hier fehlt ist einfach die Seele…

05.09.2004
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