Assignment - With The End Comes Silence
Review
In Sachen Selbstvermarktung könnten ASSIGNMENT gerne noch eine Schippe drauflegen. So kommt die Promo zu „With The End Comes Silence“ ohne weitere Informationen zu Band oder Album daher und auch um den ursprünglich für den Januar angekündigten Veröffentlichungstermin gab es einige Verwirrung, aber keine klare Kommunikation. Das zeigt deutlich, dass die Band ihre Musik für sich sprechen lassen möchte, erklärt aber zugleich, warum ASSIGNMENT in ihrer mehr als 30-jährigen Bandgeschichte nur überschaubare Aufmerksamkeit in der Szene erringen konnten.
ASSIGNMENT sind ein ganz hervorragender Lückenfüller
Dabei zeigt „With The End Comes Silence“ deutlich, dass es an den musikalischen Fähigkeiten der Musiker nicht liegt. ASSIGNMENT kombinieren das beste aus Prog und Power Metal, die Kompositionen sind durchdacht und gleichermaßen anspruchsvoll wie eingängig, dazu noch kompetent eingespielt und sowohl sauber als auch druckvoll produziert. Unweigerlich drängt sich der Vergleich mit SYMPHONY X auf, auf deren „Underworld“-Nachfolger wir nun auch schon mehr als zehn Jahre warten müssen. Beste Voraussetzungen also für ASSIGNMENT, genau diese Lücke zu schließen – wenn es die potentielle Hörerschaft auch überhaupt mitkriegt.
Der Opener „Fallen“ geht als fett groovender Midtempo-Stampfer sofort ins Ohr und demonstriert nicht zuletzt die beeindruckende Bandbreite des Gesangs von Diego Valdez. Seine kraftvollen Shouts treiben die Strophen voran, während er in den Bridge-Parts merklich gefühlvoller agiert. Einen echten Refrain hat der Song hingegen nicht, was überraschenderweise kaum auffällt – und schon gar nicht negativ. Im weiteren Albumverlauf leben ASSIGNMENT immer wieder ihre theatralisch-dramatische Seite aus und dringen in Rockoper-Gefilde vor, wie man sie von SAVATAGE oder AYREON erwarten würde. Dabei bleiben die Stücke aber stets angenehm kompakt und verzichten auf unnötige Längen.
Von der ersten bis zur letzten Note fesselnd
Obwohl „With The End Comes Silence“ es auf eine Laufzeit von satten 70 Minuten bringt, finden sich keine Durchhänger oder Füller-Songs auf dem Album. Die Scheibe vermag es auch bei mehrfachem Hören noch von der ersten bis zur letzten Note durchgängig zu fesseln. Mehr noch: Ein paar besondere Schmankerl haben ASSIGNMENT bewusst ganz ans Ende gepackt, wie die sich mehrfach im Kreis drehende Progression des Quasi-Finalsongs „The Curtain Falls“, die trotz bewusster Endlos-Wiederholungen nie unangenehm repetitiv wirkt. Vor allem aber der Epilog „Endlessly“ mit fantastischen Gastvocals der Argentinierin Inés Vera-Ortiz entlässt den geneigten Zuhörer mit einem solch wohligen Gefühl, dass er dem Album allzu gerne noch einen weiteren Hördurchlauf spendiert.
Assignment - With The End Comes Silence
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Power Metal, Progressive Metal |
| Anzahl Songs | 11 |
| Spieldauer | 69:21 |
| Release | 20.03.2026 |
| Label | Massacre Records |
| Trackliste | 1. Fallen 2. Nothing To Say 3. Beyond Recognition 4. Those Words 5. The Tower 6. Selling My Soul 7. Call For Heaven 8. Angel Of Berlin 9. With The End Comes Silence 10. The Curtain Falls 11. Endlessly (Bonus Track) |
