Banks Arcade - Second Place Superstar
Review
BANKS ARCADE haben sich über die Jahre einen Namen als Band gemacht, die irgendwie immer ein bisschen unter dem Radar flog. Ein Geheimtipp für alle, die moderne, aggressive Sounds mit ordentlich Melodie mögen. Doch mit „Second Place Superstar“ dürfte sich dieses Kapitel langsam erledigen.
Banks Arcade sind mehr als nur ein Geheimtipp
Das zweite Album der Neuseeländer erscheint am 25.09.29 über Arising Empire – und die Band macht von der ersten Sekunde an klar, dass sie längst mehr will, als nur der Geheimtipp in irgendeiner Playlist zu sein.
„Move“ eröffnet die Platte wie ein Befreiungsschlag. Die Screamparts packen sofort zu und ziehen den Hörer ohne Umweg mitten ins Geschehen. BANKS ARCADE haben hörbar Bock und gehen direkt auf Vollgas. Statt vorsichtig Anlauf zu nehmen, tritt die Band das Gaspedal durch und liefert einen Opener, der ordentlich Druck aufbaut.
Die verschiedenen Facetten sitzen
Mit „Don´t Miss“ ziehen BANKS ARCADE anschließend die Handbremse an. Der Song rückt die Melodie stärker in den Mittelpunkt und gibt Fronter Joshua O’Donnell reichlich Raum, seine ganze stimmliche Bandbreite auszupacken. Rapparts, Shouts und Screams wechseln sich ab und zeigen, wie flexibel der Sänger agiert. O’Donnell klingt dabei nie wie jemand, der einfach nur möglichst viele Stilmittel in einen Song quetscht. Die verschiedenen Facetten sitzen an den richtigen Stellen und verleihen dem Track ordentlich Dynamik.
„Second Place Superstar“ reißt Step by Step in den Untergang
„Mirror“ schlägt danach eine deutlich ruhigere Richtung ein. Der balladige Track setzt auf Sprechgesang und baut seine Spannung Stück für Stück auf. Nichts passiert überstürzt. Stattdessen zieht BANKS ARCADE die Schraube langsam an, bis der Song schließlich eskaliert. Step by Step in den Untergang – und genau diese Entwicklung macht „Mirror“ zu einem der spannendsten Momente der Scheibe.
Überhaupt lebt „Second Place Superstar“ von seinen Gegensätzen. BANKS ARCADE wechseln harte Passagen mit melodischen Momenten, lassen Raum für Atmosphäre und knallen anschließend wieder einen Breakdown auf den Tisch. Die Songs fühlen sich dadurch abwechslungsreich an, ohne ihre gemeinsame Identität zu verlieren. Mal drücken die Gitarren ordentlich nach vorne, mal übernehmen die Vocals und Melodien das Kommando.
Banks Arcade wollen nach oben
Mit „Second Place Superstar“ zeigen BANKS ARCADE deshalb ziemlich deutlich, dass sie mit dem Geheimtipp-Status nicht mehr zufrieden sind. Die Band will nach oben, und dafür bringt sie das nötige Material mit. Das Album verbindet Härte, Melodie und Experimentierfreude, ohne dabei zahm zu werden. Die Breakdowns sitzen, die Vocals liefern ordentlich Feuer und zwischendurch gönnt sich die Platte immer wieder überraschende Ruhepausen.
Hier werden Türen eingetreten
BANKS ARCADE klopfen hier nicht vorsichtig an der Tür der oberen Liga. Sie treten sie ein. Ob „Second Place Superstar“ ihnen endgültig den Sprung aus der Geheimtipp-Ecke verschafft, entscheidet letztlich das Publikum. Das Zeug dafür haben die Neuseeländer allerdings eindeutig.
Banks Arcade - Second Place Superstar
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Alternative Metal |
| Anzahl Songs | 12 |
| Spieldauer | |
| Release | 25.09.2026 |
| Label | Arising Empire |
| Trackliste | 01. Move 02. Don't Miss 03. Rockstar 04. Mirror 05. Severance 06. Know Me 07. Yuck 08. Sweat 09. 000 10. Last Time 11. Wait 12. Have Faith |
