Blackburn - Pokerface

Review

Wollten uns In Flames noch unsere Flucht musikalisch vertonen, bieten die Schweizer von Blackburn ohne Umschweife den perfekten Soundtrack für das nächste Bikertreffen, Grillabend oder Saufgelage. Ich kann mich förmlich vor meinem geistigen Auge zwischen den ganzen dicken Maschinen und rauschebärtigen Rockern stehen sehen. Und, und ich hab nur ein Fahrrad. Aber Musik vereint ja bekanntlich und Blackburns direkte Rhythmen und mitsingtaugliche Refrains sorgen für gehobene Stimmung bei jedem, der ein Herz für Rock hat. Die schnörkellosen Songs werden geprägt von den straighten Drums, dem pumpenden Bass und den angerissenen Akkorden der Rhythmusgitarren. Wer denkt jetzt gerade nicht an AC/DC? Ohne Zweifel, AC/DCs Trademarks bilden das breite Fundament, auf das Blackburn ihre Lieder stellen. Egal ob das kraftvoll stampfende „Title Fight“, „Black Limusine“ oder „Riding“, fast die halbe Platte klingt unweigerlich nach Angus Young und Co. Doch fallen Blackburn nicht als stumpfes Plagiat unter den Tisch, denn ihre Frontfrau Gaby Schön gibt mit ihrer rauen, aber zugleich auch weiblich Hard Rock Stimme, der Musik einen weitaus melodiöseren Touch. Ihre ausgezeichnete Stimme harmoniert wunderbar mit der Musik: in der Strophe rau und bestimmend und im Refrain melodiös und kraftvoll. So zaubern Blackburn ein paar sehr schöne Refrains in „Journey of Rock“ oder „You can get it“ her. Mit „Coming Home“ ist darüber hinaus auch noch eine Vollblutballade am Start, die eher in Richtung Bon Jovi als AC/DC geht. Lediglich mit „Holy Rock N Roller“ strapazieren sie die Genreklischees etwas zu sehr und wirken arg kitschig. Was dem Album insgesamt etwas fehlt, sind die wirklich überragenden Songs. Es mangelt einfach manchmal an den markanten Akzenten. Auf Dauer kann der Hörbetrieb schon ermüdend wirken, wenn man sich nicht vollkommen mit der Musik identifizieren mag. Wer mit AC/DC und Konsorten aber jeden Morgen den Tag wach küsst, dürfte sich über Blackburn freuen, denn musikalische Umsetzung und Produktion stimmen ohne Zweifel.

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06.05.2004

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