Cianide - Hells Rebirth

Review

Manche Bands sind einfach nicht tot zu kriegen. Dazu zählen auch die Old-School-Death Rocker aus Chicago, die nach dem 2000er Outpunt „Divide And Conquer“ das Kriegsbeil wohl so gut vergraben hatten, dass es gut fünf Jahre dauerte bis man zu einem weiteren Schlag ansetzten konnte, der mal wieder genau zwischen die Augen geht. Wenn man bedenkt, dass die Formation schon gut und gerne 15 Jahre durch die Szene metzeln ist es erstaunlich, dass trotz der Qualität bisher nicht mehr als ein Geheimtipp aus der Band geworden ist. Genau diesen Anspruch bestätigen die Jungs auch mit „Hell’s Rebirth“, wobei nicht nur der Name entfernt an UNLEASHED erinnert. Insbesondere das überlange „Wormfeast“ mit deutlichen Doom-Wurzeln ruft einem immer wieder die Schweden ins Kleinhirn. Ansonsten ist die Musik schlicht klassischer, geradliniger Death-Metal, wie er noch zu Zeiten von ASPHYX oder auch GRAVE durch die Boxen gekrochen ist. Es ist wirklich schade, dass diese Band noch nicht wirklich den Spagat über den großen Teich geschafft hat, denn es gibt einige Bands, die sich diese Scheibe mal etwas genauer anhören sollten. Bei der Produktion werden sich allerdings die Geister scheiden, denn man spürt, dass diese neun Kracher deutlich dem Sound der Neunziger angepasst wurde und man gezielt auf all die technischen Raffinessen verzichtet hat, um den ursprünglichen Charakter zu whren. Ich für meinen Teil komme damit allerdings prima klar, denn mittlerweile tut so eine „nüchterne“ Produktion im Produzentenrennen richtig gut. Daumen hoch für eine Band, die sich so manchen Konventionen entzieht und die Fahne des „wirklichen“ Death-Metals weit in den Himmel streckt.

16.06.2005
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