Crusade Of Bards - Tales Of Distant Worlds

Review

KURZ NOTIERT

Mit einem extratiefen Griff in die Pathos-Schublade bedienen sich CRUSADE OF BARDS aus dem Fundus der geläufigsten Symphonic-Metal-Standards. Dabei erinnern Eduardo Guillós Growls und die kraftvoll-erdigen Kompositionen stark an EPICA – bis der schwülstige Operetten-Gesang von Frontlady Eleanor Tenebre den an sich positiven Gesamteindruck merklich eintrübt. So wenig es hier auch technisch auszusetzen gibt, hätte eine zurückhaltendere, weniger theatralische Intonation „Tales Of Distant Worlds“ merklich gut getan.

Das Songmaterial ist ziemlich abwechslungsreich geraten, folgt dabei aber streng den bewährten Genrekonventionen. Vereinzelt täuschen CRUSADE OF BARDS eine folkige Leichtigkeit an, die jedoch ebenso schnell wieder im unvermeidlichen Orchesterbombast verschwindet. Echte Überraschungen haben die Italiener somit nicht in Petto und sorgen dennoch über eine gute Dreiviertelstunde hinweg für ganz ordentliche Unterhaltung.

30.07.2026
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