Down Below - Silent Wings Eternity

Review

Gothic Rock – da kommen mir in den Sinn die übelsten Klischees, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und diesmal war sie noch nicht so ganz vergebens. DOWN BELOW stechen in der Tat irgendwie positiv aus der Fülle an Bands dieses Genres hervor. Das Thema wird mal zur Abwechslung (?) ägyptische Mythologie und auch musikalisch ist das Ganze nicht so gekünstelt dramatisch, schwulstig und schnulzig. Die Band hat etwas Erfrischendes in sich, weist viel Potenzial und Authentizität auf. „Silent Wings: Eternity“ glänzt durch leicht psychedelisch, stellenweise progressiv angehauchte, ohrwurmige und gut abgehende Melodien. Auch der Gesang ist eine Stärke der Band. Besonders die männlichen, irgendwie an Marian Gold von Alphaville erinnernden Vocals wissen mit ihrem Klang und Variabilität zu überzeugen. Na gut, so viel zu den Pluspunkten, denn die Kehrseite der Medaille gibt es auch noch – die aufkommende Lethargie, gähn. Der erste Eindruck ist nett, aber auf die Dauer zu nett. Zu viel „tralala-liken“ Melodien, zu wenig Druck & Groove. Die orientalischen Elemente mögen zwar bei diesen Lyrics passend sein, aber nerven tun sie trotzdem. Auch auf die weiblichen Vocals hätte man ruhig verzichten können. Alles in allem fallen DOWN BELOW in einer Zusammenfassung dank dieser gewissen Identität, die sie entwickelt haben, besser als die meisten Gothic Bands aus und somit haben sie ein Pünktchen mehr als die durchschnittlichen Fünf verdient.

07.07.2004
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