Finnr's Cane - Elegy

Review

KURZ NOTIERT

Die Kanadier FINNR’S CANE haben sich Zeit gelassen: Fünf Jahre liegt zwischen der Veröffentlichung ihres Zweitwerks „A Portrait Painted By The Sun“ und dem 2018er-Album „Elegy“. Stilistisch verändert hat das Trio indes wenig: Kollege Möller beschreibt diesen schon 2013 treffend als Mischung aus „atmosphärischen, auch düsteren Post-Momenten einerseits und harschen Black- und Doom-Metal-Anteilen“.

Konnte man dem Debüt „Wanderlust“ und seinem Nachfolger „A Portrait Painted By The Sun“ noch eine stilistisch erwähnenswerte Stellung zusprechen, ist heuer der Glanz ein wenig ab: Irgendwie geht „Elegy“ ohne wenig herausragende Momente, sowie (un)dank zu undifferenziertem und plumpem Sound unter. Die Ambition, Bilder im Hörer zu wecken und Atmosphäre aufzubauen ist auf „Elegy“ erkennbar, allerdings gelingt die Umsetzung FINNR’S CANE nur phasenweise. „Atmosphäre“ ist mithin kein Selbstzweck, der sich einfach ausbreiten lässt und dann so da steht. Damit verlaufen sich Titel wie „Lacuna“ sich etwas ziellos. Schade, denn mit Talent sind FINNR’S CANE ausreichend ausgestattet.

All das reicht somit nicht, um dauerhaft ein motiviertes Zuhören zu provozieren – was dazu führt, dass beide Vorgängeralben – insbesondere „Wanderlust“ als Paradebeispiel für einen Rohdiamanten des atmosphärischen Black Metal – eher den Weg in die Musikanlage finden sollten als „Elegy“.

20.10.2018

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Exit mobile version