Finntroll - Nattfödd

Review

Galerie mit 14 Bildern: Finntroll - Rockharz 2018

Da haben sich die Burschen von Finntroll jahrelang rar gemacht und mit der MCD „Visor Om Slutet“ eine ganz ruhige Nummer geschoben, so gibt es dieses Jahr gleich zwei Releases am Stück. Ich habe die EP „Trollhammaren“ noch nicht einmal ausgiebig rotieren lassen, da wird sie schon wieder gewaltsam weggedrängt. Die Vorgängerscheibe „Jaktens Tid“ zu toppen war sicherlich keine leichte Aufgabe, denn diese wurde von Fans und Presse ja regelrecht abgefeiert. Zwar wusste ich nicht, warum Trollhorn meinte, dass diese Scheibe zu Power-Metal-mäßig war, aber spätestens beim ersten Durchlauf von „Nattfödd“ stellt man fest, dass der Vorgänger im Gegensatz dazu doch ziemlich melodisch ausgefallen ist. Dabei benutzen die Finnen eigentlich genau die Trademarks, wie schon auf ihren vorherigen Scheiben, also Humppa (finnischer Polka) mit Metal, aber dies kombinieren sie nun noch brachialer und black-metallischer. Hier wären z.B. gleich der Opener „Vindfärd / Människopesten“, „Eliytres“ oder „Marknadsvisan“ zu nennen, denn so schwarz hat man Finntroll wirklich noch nie gesehen. Dabei vermengen sie die Songs immer mit vielen Melodien, so z.B. auch „Marknadsvisan“, welches sehr ruhig mit Vogelgezwitscher und Pferdegetrappel beginnt, doch dann geht es richtig ans Werk. Da wird gekesselt, bis sich die Balken biegen. Im nächsten Augenblick haben die Jungs aber wieder knackige Riffs parat und diese fiesen Melodien, bei denen man einfach mitsingen oder schunkeln muss. Ich sag’s ja immer wieder…bei Finntroll kann man nicht stillsitzen! Neben u.a. „Fiskarens Fiende“, „Det Iskalla Trollblod“ und „Trollhammaren“ (letzterer war ja schon auf der gleichnamigen EP) hat die Scheibe wieder ordentlich in die Ohrwurmmelodie-Kiste gegriffen, so dass man bald den Kopf mit Melodie-Fetzen voll hat und hofft, dass die CD niemals enden wird. Das ist aber leider schon bald der Fall, denn mit knapp 37 Minuten hält der Spaß nicht lange. Zwei-drei Songs mehr hätten da wirklich nicht geschadet. So kommt mir „Nattfödd“ aber noch impulsiver und zielsicherer vor, was natürlich auch an den vielen sau-schnellen Parts und der interessanten Instrumentierung liegt. Hier lässt sich auch noch „Ursvamp“ aufführen, welches neben der schrägen Humppa-Melodie und Wilskas harschen Gesang noch einige ganz abgefahrene Einsprengel hat. Da kommt einem dann „Grottans Barn“ doch sehr schleppend vor, wobei natürlich hier auch nicht an Ohrenschmeichlern gespart und der ganze Song mit Maultrommeln und Akustikelementen veredelt wurde. Einen Lieblingssong zu wählen ist hier fast unmöglich, denn jeder ist auf seine ganz eigene Art eine kleine schimmernde Muschel, die im inneren eine pechschwarze Perle enthält. Mit „Nattfödd“ können die Trolle jedenfalls ein überaus gelungenes Werk abliefern, welches mich doch tatsächlich beinnahe in Verlegenheit gebracht hätte die Höchstnote zu zücken. Viel gefehlt hat da jedenfalls nicht…

29.03.2004

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32262 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Finntroll auf Tour

12.08. - 15.08.20metal.de präsentiertSummer Breeze 2020 (Festival)1914, Agrypnie, Alestorm, Amenra, Amon Amarth, Amorphis, Angelus Apatrida, Any Given Day, Architects, Avatarium, Belzebubs, Benediction, Benighted, Blasmusik Illenschwang, Bloodywood, Bodom After Midnight, Carbon Killer, Cattle Decapitation, Clutch, Combichrist, Conjurer, Cytotoxin, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Dawn Of Disease, Debauchery, Despised Icon, Devin Townsend, Djerv, Dwaal, Eisregen, Emil Bulls, Ensiferum, Fiddler's Green, Fight The Fight, Finntroll, Fleshcrawl, Fleshgod Apocalypse, Frog Leap, Gatecreeper, Gloryhammer, God Is An Astronaut, Gost, Gutalax, Haggefugg, Hatebreed, Havok, Idle Hands, Implore, Insomnium, I Prevail, Igorrr, Infected Rain, Jinjer, Kadavar, Kraanium, Leaves' Eyes, Lüt, Mass Hysteria, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Myrkur, Neaera, Necrophobic, Nekrogoblikon, Nytt Land, Opeth, Paradise Lost, Pipes And Pints, Primal Fear, Resolve, Russkaja, Sacred Reich, Saltatio Mortis, Shadow of Intent, Shiraz Lane, Siamese, Sonata Arctica, Slope, Static-X, Stray From The Path, Striker, Suffocation, Svalbard, Swallow The Sun, tAKiDA, Terror, The New Roses, The Night Flight Orchestra, The Oklahoma Kid, The Prophecy 23, The Vintage Caravan, The Wildhearts, Thundermother, Tides From Nebula, Triddana, Uada, Vitriol, Vulture, Wardruna, Warkings, While She Sleeps, Within Temptation und Wolves In The Throne RoomFlugplatz Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

17 Kommentare zu Finntroll - Nattfödd

  1. schwarztroll sagt:

    was soll man dazu noch sagen? cd kaufen(unbedingt!!!), in den player reinhauen und trollisch mitgrunzen!!! GENIAL!!!

    10/10
  2. gisela sagt:

    FETTE BEUTE!!!!

    10/10
  3. akula sagt:

    Geile CD, geile CD, geile CD … ach ja, und bitte unbedingt kaufen! 😀

    10/10
  4. hansibansix sagt:

    Einfach der Hammer Finntroll. Nach der ebenfalls genialen Visor om Slutet wieder ein einfach trollisches Album, die Mischung aus DM/BM und Hummpa funktioniert wieder mal perfekt. Anspieltipps: Eliytres, Trollhammaren, Ursvamp.

    9/10
  5. rhapsody´s lord sagt:

    Geil, geiler, Finntroll Super Cd Humppa Satan!

    10/10
  6. hyphistos sagt:

    Auch wenn ich wohl nie kapieren werde, was am Vorgänger mehr Power Metal war als an dieser hier (in meinen Augen haben beide nichts damit zu tun), eine wirklich geniale scheibe.

    10/10
  7. nihil77 sagt:

    Da kann man sich nur freudestrahlend anschliessen und die Höchstnote vergeben!!

    10/10
  8. dissident troll sagt:

    muhaha… Trolle sind die besseren Musiker…einfach nur noch GEIL

    10/10
  9. mf_greg sagt:

    Schönes Scheibchen – diese Masseneuphorie hier kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Das Album ist gut, aber es ist noch lange nicht die Offenbarung, was die ganzen 10er Zähler hier offenbaren möchten… Gutes Stück Musik, mehr nicht.

    8/10
  10. Anonymous sagt:

    Es ist zwar keine "Offenbarung" (+looool+), aber es erfüllt seinen Zweck! Tolle Sache, die Mischung aus Thrash, Black und Death mit Humppa. Darf auf keiner versoffenen Party fehlen!

    10/10
  11. spine_shark sagt:

    Ich sach dazu nix mehr. Hier wurde alles gesagt was gesagt werden muss. Noch die Tassen 😉

    10/10
  12. Anonymous sagt:

    Im Prinzip nicht groß anders als der klasse Vorgänger,greift vom Sound her aber mehr Black Metal Elemente auf,vor allem beim Gesang.Dazu diese großartigen,gottgleichen trollischen Melodien zu denen man am liebsten durch den Wald tanzen möchte,Schunkelmomente,übliches hei hei-Mitgegrölle und verschiedenste Instrumente.
    Man sollte meinen es hebt sich nicht groß von der restliche Viking Metal-Konkurrenz ab,falsch.Es ist einfach Finntroll.Man kann hier nicht still sitzen bleiben,sie machen einfach Stimmung.Nicht so erhaben und mächtig wie Moonsorrow beispielsweise,ironisch und trollisch.Und das Album zu kurz ist mag zwar sein,aber war "Reign In Blood" von Slayer nicht sogar kürzer?Anspieltips?"Vindafard Manniskopesten","Ursvamp" und "Det Iskalla Trollblod".
    Großartig!

    10/10
  13. soul!!!! sagt:

    einfach nur hammergeil….diese stimmungsvolle mucke…klasse….nicht nur für saufabende geeignet!!! unbedingt kaufen^^……..

    9/10
  14. Anonymous sagt:

    So gut ist diese CD jetzt auch wieder nicht. Die ersten 4 Songs wissen zu überzeugen. Aber "Nattfödd" und "Rök" dümpeln langsam vor sich hin und nehmen der Scheibe gehörig Wind aus den Segeln. Gut sind noch "Urswamp" und "Det Iskala Trollblodet", aber das wars dann auch. Und 4 schlechte Songs bei einer CD die grad mal 10 Songs und 38 Minuten Spiellaufzeit hat, hat meiner Meinung nach nicht mehr als 7 Punkte verdient. "Jaktens tid" ist auf jeden Fall besser. "Ur jordens djup" hab ich noch nicht, aber was ich bisher davon gehört hab gefiel mir auch recht gut! Aber ne gute Band sind Finntroll auf jeden Fall. Nur bei diesem Album ist irgendwie der Wurm drin.

    7/10
  15. deathmetalhablo sagt:

    Also ich finde, jeder der dieser Scheibe unter 10 Punkten gibt, begeht eine Sünde. Nach bald zwei Jahren macht es mir immer noch Spass Nattfödd zu hören…

    10/10
  16. zephiroth sagt:

    Man weiß es doch eigentlich schon noch dem absolut genialen Opener das das Album ein Werk der Extraklasse wird !! Selbst heute 4 Jahre nachdem es erschienen ist hör ich es ständig

    10/10
  17. Anonymous sagt:

    Für mich die schwächste Finntroll-CD…ja, schlagt mich, aber das fröhliche Gedudel geht mir nach kurzer Zeit auf den Senkel – wie, das haben die anderen Platten auch? Richtig, aber bei Alben wie "Ur Jordens Djup" oder "Midnattens Widunder" ist immer eine kräftige Protion Schwarzmetall dabei! Nichtsdestotrotz eine gute Platte.

    7/10