Fjaell - Soiled Hands

Review

Eigentlich ist es ein wenig unfair, einer Newcomer-Band die arg billig klingende Produktion ihres in Eigenregie aufgenommenen Debütalbums zum Vorwurf zu machen. Und dennoch komme ich bei „Soiled Hands“ nicht umhin, genau dies zu tun. Leider versinkt hier ein Gutteil der Songs in einem kaum differenzierbaren Soundmatsch, in dem auch die potenziell größte Stärke von FJAELL – das Schaffen einer atmosphärischen Soundlandschaft – hoffnungslos versinkt.

Im Hinblick auf das Songwriting sind hier viele gute Ansätze erkennbar. Von einem „tragenden Bass-Massiv“ spricht die Band und setzt auf diese wichtigste Kernkomponente ihres Sounds groovige Gitarren-Riffs, die schnell ins Blut gehen. Käme der Sound merklich differenzierter und druckvoller aus den Boxen, so könnten die Stücke jedem Zuhörer einmal kräftig die Magengrube umpflügen. Dem dreckigen Gesang von Vokalist Dan hätte darüber hinaus ein wenig mehr Power und eine ordentliche Portion Charisma gut getan.

Vollkommen überflüssig wirken Intro, Outro und Zwischenspiel, bei denen es sich um wenig überzeugend eingesprochene Erzähl-Einlagen handelt. Strukturelle Auflockerung des Albums hin oder her, hier will man statt ollem Gelaber lieber mehr Musik hören. Es bleibt ein zwiespältiger Gesamteindruck von einem Album, das seine Qualitäten mit einer besseren Produktion um vieles deutlicher herauskehren hätte können. So wirkt das Ganze unter’m Strich doch ein wenig unterdurchschnittlich.

27.03.2009
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