Formicarius - Black Mass Ritual

Review

Britische Komplimente in schwarzem Gewand

Mit ihrem ersten Full-Length Album „Black Mass Ritual“ lassen FORMICARIUS ein Album aus dem Käfig, das mit gefletschten Zähnen und blutdurstig auf das Fan-Volk des Black Metal losgeht. Startet man mit „Lake Of The Dead“ noch in ziemlich klassischer Manier und erwarteter Soundkulisse, so überrascht der folgende Song „Overlord“ bereits mit sanfteren Tönen, die die Stimme von Lord Saunders schön zur Geltung bringen.
Alle Songs beweisen schon in ihrem Titel Wortgewalt und starke Zuwendung zur schwarzen, düsteren Schönheit, die irgendwo zwischen Nebel, schwarzen Raben und verlassenen Orten umherkriecht. „May The Rats Eat Your Eyes“ erinnert an britische Komplimente gepaart mit unverfehlbaren Nachrichten. FORMICARIUS versteht sich mit „Black Mass Ritual“ darauf, ein Bild im Kopf und im Ohr des Zuhörers zu malen.

Gut kombiniert, FORMICARIUS!

Man meint sich teils zwischen Zombieland und Adams Family wiederzufinden, besonders dann, wenn FORMICARIUS die typische Grusel-Orgel vieler Horror- und Vampirfilme hervorzaubern und das bis dahin erschaffene Klangbild subtil niederprügeln. Dennoch passt die Mischung wohlklingend zusammen und zeigt, dass man sich auch als Melodic-Black-Metaller nicht vor Experimenten fürchten muss.
Schlussendlich sollte sich jeder Fan des Genres wenigstens einen Moment Zeit nehmen, um zu erkunden, was FORMICARIUS auf „Black Mass Ritual“ veranstaltet haben. Ob es den persönlichen Geschmack vollkommen trifft, ist natürlich eine andere Frage, aber spannende Genre-Kombinationen und klassische Zutaten zaubern eine knappe Stunde Hörerlebnis.

12.08.2017
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