Grain Of Pain - Behind Us All

Review

GRAIN OF PAIN ist das Soloprojekt von Timo Solonen, der neben Songwriting und Lyrics auch Gesang und Gitarren übernimmt. Als Gastmusiker holte er Lars Eikind (ehemals BEFORE THE DAWN) für Bass und klare Vocals, Juho Räihä (BEFORE THE DAWN) für weitere Gitarren und Gesang sowie Juuso Raatakainen (SWALLOW THE SUN) für das Schlagzeug. Bei so viel Doom- und Melodic-Death-Beteiligung ist es wenig verwunderlich, dass sich der Nachfolger von „The Moon Lights The Way“ in diesen Genres bewegt.

GRAIN OF PAIN ist finnische Melancholie

Der Death-Anteil im Doom ist wohldosiert – meist gibt es melancholischen, oft ruhigen und akustischen Doom Metal mit Einflüssen aus dem Gothic Metal. Besonders überzeugt die klare Gesangsstimme von Lars Eikind, der vor allem im Opener „To Burn Inside“ für Gänsehaut sorgt.

Herzstück von „Behind Us All“ ist das neunminütige „Dance With Me“ in der Albummitte, das akustisch und ruhig beginnt und sich zu einem Melodic-Death-Doom-Brecher erster Güte steigert. Die Screams von Solonen sind etwas hoch, aber passend.

Wie für Soloprojekte üblich, hat sich Timo Solonen Featuregäste eingeladen. Die Leadgitarre auf „To Burn Inside“ spielt Pekka Olkkonen von STAM1NA, der ehemalige MORS-SUBITA- und aktuelle DECAPITATED-Sänger Eemeli Bodde ist auf „The Offering“ zu hören, und auf „If Morning Never Comes“ liefert Kirsten Jørgensen weibliche Kontrastvocals zu Solonens harschen Screams. Diese Beiträge bringen Abwechslung und fügen sich stimmig ein.

„Behind Us All“ – guter Doom mit starkem Klargesang

Timo Solonen sollte erwägen, Lars Eikind fest aufzunehmen, da dessen Gesang die gesamte Platte aufwertet. „Behind Us All“ ist ein gelungenes finnisches Doom-Album für Fans von SWALLOW THE SUN oder PARADISE LOST.

23.03.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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