Hank! - Hank! EP

Review

Yeah Baby, Hank! Was der Name eindrucksvoll auf den Punkt bringt, arbeitet das erst seit einem Jahr in dieser Konstellation aktive Duisburger Quintett in allen erdenklichen Facetten wundervoll heraus. Hank! bieten ihren Zeitgenossen eine Dampfmaschine, befeuert mit purem Kick-Ass-Rock’n’Roll, bis unters Dach voll mit vielerlei Anleihen aus Punk, Metal und Crossover und Dutzenden greifbarer Hooklines. Als Fundament stellen peitschende Drums den Gitarren in Songs wie „Devil’s Gift“ oder „Be My Girl“ kaum eine Rast in Aussicht (welche diese in ihrer Spiellust auch gar nicht nötig hätten…), während Stücke gemesseneren Schrittes wie „Know Your Enemy“ zunächst in ihrer genüsslichen Zähheit ausgekostet werden und einem schließlich doch wieder das Wrigley’s vors Standbein rotzen und loslegen. Und so tanzen in jedem Track charakteristische Läufe von Vier- und Sechssaitern als Krone auf der mitreißenden Groove-Welle, die einen erst mit ihrem letzten Ton abwirft. Dass die fünf Jungs, die durch die Bank auf den Vornamen Hank hören, auch am Mischpult ihr Handwerk verstehen, dokumentiert eindrucksvoll die vollständig in Eigenregie geführte astreine Produktion. Den einzigen Grund für Punktabzug gibt zuletzt das unbetitelte Outro, ein anderthalbminütiges Elektro-Tirilieren, dem es als gänzlich stilfremde wie überflüssige Beigabe an jeglicher Existenzberechtigung mangelt. Trotz dieses Wermutstropfens tritt diese Band dennoch derart zu, das man als Spaßmuffel lieber Fenster und Türen geschlossen halten sollte, wenn die Jungs wie unter (Link) angedroht in kommenden Tagen die Bühnen der Republik stürmen. Bis dahin sollte man die müden 10 Flocken schon in seinen Selbstschutz investieren, um beim Live-Gig nicht unerwartet umgehauen zu werden… Yeah Baby, Hank!

20.08.2001
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