Hatchery - Reincarnated

Review

Auf die Bandgeschichte bezogen lässt sich “Reincarnated“, die neueste EP der Thrasher HATCHERY, als vollkommene Wiedergeburt bezeichnen. Drehte sich das Bandkarussell doch entsprechend schnell und warf alle Gründungsmitglieder bis auf Ronald Senft am Bass und Ruben André an der Schießbude ab. In beinahe völliger Neubesetzung blieb man lediglich der groben Richtung des Thrash Metal treu, ist es doch vor allem der neue Sänger, welcher der Musik ein anderes Gesicht verleiht.

Im Gegensatz zu dessen Vorgänger Christian “Zottel“ Müller bringt der neue Mann hinter dem Mikro eine ordentliche Portion Death Metal mit ins Boot. Jedoch bietet er keinen klassischen gutturalen Gesang, sondern alles fein dosiert in Form von rhythmischem Geröchel. Auch musikalisch wirkt das ganze Konstrukt ein ganzes Stück aggressiver, so ist doch vor allem die Beat-Fraktion deutlich schneller unterwegs als auf den vorangegangen Alben und Demotapes. Der Sache einen Abbruch tut dies nicht, wirkt das ganze nunmehr ein ganzes Stück reifer und erwachsener. Sowohl “Master Of Disguise“ als auch “Accused“ bietet mit ihrem Death-Thrash-Mix einen super Ausblick auf das für Ende 2014 angekündigte dritte Studioalbum der Band.

Aber auch die Neuaufnahmen bereits bekannter HATCHERY-Songs “Crushing Bones“ und “Birth Of A Bomb“ funktionieren in ihrem neuen Gewand außerordentlich gut, natürlich ist dies Geschmackssache und ich könnte es absolut verstehen, wenn eingefleischte Fans mit der neuen Art des Gesangs so ihre Probleme haben.
“Reincarnated“  gibt somit einen erfolgreichen Ausblick über die “Neuausrichtung“ der Band, inwiefern jeder selbst mit der 180°-Wendung zurecht kommt, liegt jedoch weder in meinen noch in den Händen von HATCHERY.

05.05.2014
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