Headz Up King - Three Words

Review

Die vier Mannen aus Rostock spielen laut eigenen Angaben „Solid Energy rock“ und legen mit „Three Words“ ihr zweites Album vor. Die Platte bietet elf Songs im stilistischen Schnittfeld von tanzbarem Stoner und Hard Rock mit einem leichten Psychedelic-Einschlag. Auffallend sind beim ersten Durchlauf die kehligen Gesänge der Refrains, das griffige Riffing und die sehr ansprechende Solo-Arbeit der Klampfen-Fraktion.

Der Opener und Titeltrack, von dem es Part I und Part II auf der Platte gibt, eröffnet das Album mit erdigen Gitarren und rauen Vocals der Saitenfraktion, bevor „Three Words“ in bester Stoner-Manier Fahrt aufnimmt. Wirklich mitreißend ist dann der folgende Track „I Wanna Kill“, der das Tempo nochmal merklich anzieht und mit rotzigen Gitarren überzeugen kann. Ähnlich geht es mit „I’m Out“ weiter und man erahnt so langsam, dass diese vier Jungs live mit Sicherheit ein gutes Brett fahren dürften – vorausgesetzt natürlich, dass sie ihre Songs anständig auf die Bühne bringen. Im Anschluss wird es mit dem fast siebenminütigen „Under My Pillow“ deutlich ruhiger und psychedelischer – eine willkommene Abwechslung. Danach werden Geschwindigkeit und Intensität wieder erhöht.

Die zweite Hälfte von „Three Words“ stellt sich dann aber ziemlich schnell als die deutlich schwächere heraus. Auch textlich wird hier die Talsohle erreicht. Klar, dass man bei dieser Musik keine lyrischen Ergüsse auf höchstem Niveau erwarten sollte – aber das penetrante „Fuck“ in „Spring Is Around“ ist dann doch irgendwie zuviel des Guten. Letztendlich findet sich gegen Ende der Platte das ein oder andere schwächere Stück, was den Gesamteindruck etwas trübt. Dennoch ist den vier Rostockern mit „Three Words“ eine griffige, rockige Stoner-Platte gelungen, welche man bei der ein oder anderen langen Autofahrt definitiv im Gepäck haben sollte.

04.08.2012
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