Hryre - From Mortality To Infinity

Review

„From Mortality To Infinity“ heißt das Debütalbum der englischen Black Metaller HRYRE. Versprochen wird „Stellar Atmospheric Black Metal“ – und Freunden und Fans von EMPEROR und WINTERFYLLETH wird der ganze Spaß auch empfohlen. Kalte Raserei, epische Melodien, dezent eingesetzte Folk-Elemente – ziemliche Erwartungshaltung, die sich da unwillkürlich aufbaut…

… und dann schnell wieder eingerissen wird. HRYRE mögen zwar die oben genannten Bands als Einfluss für sich verbuchen können, mehr als Ansätze und das Streben, sich stilistisch in diesem Umfeld zu tummeln, bleiben hiervon nicht. Dafür bieten die vier Engländer schlicht nicht genug Qualität und eine zu durchwachsene Leistung. Konkret äußern tut sich das Ganze insbesondere in wenig bewegendem Schlagzeugspiel, einem etwas uninspiriert vor sich hin keifenden Frontmann und Songwriting von der Stange. Dass die Blast-Parts eher holperig, denn rasend klingen und auch die progressiven Ansätze und Tempowechsel eher schief, denn gewollt dissonant und verstörend – „From Mortality To Infinity“ bietet von allem einfach ein bisschen zu wenig, um zu überzeugen. Dass der stumpfe Sound letztlich auch keine sonderlich gute Figur macht, kommt erschwerend  noch oben drauf.

Die offensichtliche Ambition der Band, eine Handvoll netter Ideen und Melodien, wie im Titeltrack „From Mortality To Infinity“ verarbeitet, die punktuell überzeugend eingesetzten Keyboards und eine folkige Akustikgitarren-Einlage („Cast Into Shade Part One“) bilden die positiven Aspekte des Albums.  Kleinere Erzähleinlagen, die sich stilistisch und stimmlich an A FOREST OF STARS anlehnen, lockern das Konzept zudem weiter auf.

Aus der großen Menge der Veröffentlichungen sticht der Erstling von HRYRE damit allerdings nicht heraus – und auch wenn es sich bei „From Mortality To Infinity“  um ein Debütalbum handelt: Ein bisschen mehr muss da schon kommen.

16.09.2016

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Exit mobile version