In Aeternum - …Of Death And Fire
Review
Im Zeitalter der Re-Unions gibt es immer wieder auch solche, welche die Welt nicht gebraucht hätte. Ob die schwedischen Black-Deather von IN AETERNUM in diese Riege gehören, soll an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Jedenfalls ist die ganz große Aufmerksamkeit dem Trio bereits in den Neunzigern und Zweitausendern nicht zuteilgeworden, sodass das fünfte Album „…Of Death And Fire“ aktuell ohne umfangreichen Wirbel in den Startlöchern steht.
NECROPHOBIC und Göteborg-Anleihen
So ganz unbefleckt von anderen Projekten ist in Skandinavien wohl kaum ein Musiker, der schon seit fast 30 Jahren im Underground aktiv ist, weshalb es auch hier einige weitere ehemalige und aktive Bands in der Musikervita gibt, wovon aber die Bekanntesten SETHERIAL oder NOMINON sein dürften. Die ersten Töne offenbaren: IN AETERNUM wissen schon, was sie tun. „Beneath The Darkened Tomb“ zum Einstand soll mit „Bow To None“ auch der stärkste Song auf „…Of Death And Fire“ sein. Immer dann, wenn das Trio NECROPHOBIC in einer Schale mit Göteborg-Schmiedesiegel aufschmilzt.
Der Sound ist grundsätzlich brachial gehalten und David Larsson am Mikrophon relativ stark in den Vordergrund gemischt. Inhaltlich geben sich das bereits genannte Steckenpferd von IN AETERNUM und wuchtige Midtempo-Stampfer („Spirits Of The Dead“, „The Vile God Of Slime“) die Klinke in die Hand, wobei Letztere im Besonderen durch die Abwesenheit von Inspiration glänzen. Auch im Rahmen der qualitativ stärkeren Rasereien gibt es einige Stinker zu vermelden, die zwar das Gesamtbild nicht stören, aber auch kaum mehr als Anerkennung hervorrufen.
Letztendlich können es IN AETERNUM immer noch, hätten aber im Songwriting akribischer aussortieren müssen. So klingt „…Of Death And Fire“ nicht immer nach einer Band, die nach zehn Jahren Stillstand, vor Hunger nicht mehr stillsitzen konnte, sondern genauso häufig nach einer Truppe, die nicht mehr weiß, was sie noch alles zu sagen hat.
Nur solide Hausmannskost
Man sollte das an dieser Stelle nicht falsch verstehen, denn IN AETERNUM bringen solide Hausmannskost auf die Teller. Der große Paukenschlag, endlich wieder von der Kette zu sein, ist das fünfte Album des Dreiergespanns aber auch nicht.
In Aeternum - …Of Death And Fire
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Black Metal, Death Metal |
| Anzahl Songs | 11 |
| Spieldauer | 43:27 |
| Release | 06.02.2026 |
| Label | Soulseller Records |
| Trackliste | 01. Danse Macabre (00:38) 02. Beneath The Darkened Tomb (04:43) 03. The Day Of Wrath (03:12) 04. Spirits Of The Dead (06:00) 05. Mortuary Cult (03:12) 06. The Vile God Of Slime (04:23) 07. Bow To None (05:05) 08. De Profundis (00:51) 09. Goddess Of Abominations (03:51) 10. The Hourglass (04:20) 11. To Those Who Have Rode On (07:07) |
