Incassum - In Vain (EP)

Review

Das, was von INCASSUM als erstes im Gedächtnis hängenbleibt, ist der Gesang von Sharleen Kennedy, die zwar sehr ausdrucksstark, dafür streckenweise etwas zu kraftlos und unsicher klingt. Dieser Ersteindruck stellt sich als symptomatisch für die gesamte Band heraus: Man findet viele interessante Momente, die aber nicht konsequent und ausgereift genug umgesetzt werden. Insgesamt machen INCASSUM somit einen ziemlich unsicheren Eindruck auf dieser Debüt-EP und schaffen es letztlich nicht zu überzeugen.

Die Musik ist technisch einwandfrei gespielt, wirkt aber etwas monoton heruntergeleiert. Songwriting und Arrangements sind bestenfalls als halbgar zu bezeichnen, im Allgemeinen sogar eher noch ziemlich roh. So überzeugt der Spirit des Quintetts, die Umsetzung zeigt aber noch zu viele Lücken und Unsicherheiten. Abwechslung bieten die vielerorts eingestreuten männlichen Shout-Passagen, besonders im Opener „The Beckoning“ wird hier ein schöner Kontrast zum ansonsten durchgängig weiblichen Leadgesang geschaffen. Die übrigen Stücke fallen hingegen qualitativ ab und machen die Debüt-EP von INCASSUM letztlich zu einem eher verzichtbaren Hörerlebnis.

11.07.2010
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