IXXI - Skulls N Dust

Review

Erst 2006 gründeten sich IXXI, 2010 lösten sie sich auf, 2011 formierten sie sich erneut – und die Hälfte der Band ging, überhaupt ist von den Gründungsmitgliedern (u.a. Musiker von ONDSKAPT, LIFELOVER und ZAVORASH) noch genau eines übriggeblieben – Gitarrist Acerbus, auch bekannt von ONDSKAPT. Und der bringt nun zusammen mit seinen neuen Mitstreitern das vierte Album des Projekts und das erste nach Split und Reunion heraus: „Skulls N Dust“ [sic!]. Darauf bietet man relativ rockig und groovy ausgelegten Black Metal der orthodoxeren Art dar, wer sich eine Mischung aus ONDSKAPTs „Draco Sit Mihi Dux“, deren schwedisch-orthodoxen Landsleuten wie AVSKY oder OFERMOD (zu „Mystérion Tés Anomias“-Zeiten) sowie einer ganzen Portion grooviger und teilweise sogar industriell eingefärbter Rockattitüde vorstellen kann, der dürfte ein grobes Bild von IXXI und „Skulls N Dust“ haben. Damit können die Schweden zwar des Öfteren aufhorchen lassen, aber zum großen Wurf fehlt trotzdem noch was.

Denn so eingängig mancher Part auf „Skulls N Dust“ auch sein mag (zum Beispiel in „Warmonger“ oder „21st Century Regicide“), und so sehr sich IXXI auch bemühen, die Spannung aufrecht zu halten, immer wieder stimmungsvolle Momente einzubauen und Gänsehaut zu verursachen – letztlich fehlt es in all diesen Kategorien an der letzten Konsequenz, am Aha-Moment, am i-Tüpfelchen. Dass IXXI es können, zeigen sie eindrucksvoll gegen Ende des Albums, im vorletzten Song „Bounded By Blood“, der all die genannten Elemente (Eingängigkeit, Spannung, Stimmung, Gänsehaut) miteinander vereint und auf den Punkt bringt … so gut und konsequent hätte das ruhig auf dem kompletten Album sein dürfen. So fehlt es „Skulls N Dust“ aber einfach an allen Ecken und Enden am gewissen Etwas – IXXI ist ein rundum ordentliches, teilweise auch ein gutes Album gelungen, aber eben nicht mehr.

24.02.2014
Exit mobile version