JC Crash - Electrified

Review

Zuerst dachte ich, in „Electrified“ eine CD mit Coversongs in den Griffeln zu halten. Hintereinander stehen da „High ´n Dry“ (DEF LEPPARD), „Down The Drain“ (KROKUS) und „Two Minutes To Midnight“ (IRON MAIDEN), um nur die auffälligsten Titel zu nennen. Doch nein, JC CRASH haben zwar eine Neuinterpretation auf ihrem dritten Album, doch die ist auf Anhieb nicht als solche zu erkennen und ganz hinten versteckt: „Train Of Love“ von Johnny Cash! Bärenstark mit Mundharmonika-Begleitung!!

Bei den elf eigenen Stücken sind AC/DC auch ohne die Bon Scott-Hommage „Gone But Not Forgotten“ der größte Einfluss, wahlweise eskortiert von KROKUS und RHINO BUCKET oder, wenn es ruhiger wird, KIX. Der größte Trumpf von JC CRASH ist das kratzige Organ von Roland „Rooby“ Rubner. Wer mit so einer Stimme gesegnet ist, kann, ach was, DARF gar nichts anderes singen!

„Electrified“ ist eine geile, puristische Rockscheibe, aber man muss auch klar sagen, dass Nummern wie „Electrified“, „Down The Drain“ oder „Bloody Liar“ erst auf der winzigen Bühne eines stickigen Clubs richtig zum Leben erwachen. Da kommt durch die flottere Spielweise die Rasanz rein, die auf Konserve oftmals fehlt. Mögen die 7 Minuten von „A Boy Named Joy“ und „Seven Year Itch“ den Weg in die Zukunft weisen…

Vielleicht sollten JC CRASH ihre Platten künftig nur noch live einspielen! Immerhin nennen die Aschaffenburger ihre Mucke selbst Pub Rock!

02.02.2016
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