Leash Eye - Hard Truckin' Rock

Review

Anscheinend hatten LEASH EYE früher einmal Grunge gespielt, davon ist aber auf dem aktuellen Album „Hard Truckin‘ Rock“, meiner ersten Begegnung mit den bereits 1996 gegründeten Polen, nichts mehr zu hören. Inzwischen frönt die Band aus Polen einer Mischung aus, so gar nicht typisch für eine Gruppe aus Warschau, Stoner Rock, Southern Rock und klassischem Siebziger Hard Rock.

Dabei wirken die Stücke recht breitgefächert, von ultraschwer Heavy bis zügig runtergezockt, von Arsch tretend bis bluesgeschwängert, von hart rockend bis locker melodisch. Da wären der kernige Rocker „Fight The Monster“ mit seinem drückenden Groove, das schwere „Passing Lane Blues“ mit tollem Hammondsoli, welches natürlich an DEEP PURPLE erinnert, überhaupt ist die Hammondorgel ein herausragendes Element im Sound von LEASH EYE. Oder die kraftstrotzende Uptempo-Nummer „The Drag“, während die melancholische Ballade „Been Too Long“ ziemlich nahe an „Nothing Else Matters“ von METALLICA rankommt. Und „On The Run“ ist Blues pur, demgegenüber ist „Never Enough“ eine gefühlvolle, traurige Piano-Ballade. Für Abwechslung ist also auf jeden Fall gesorgt. Die Stimme von Frontmann Sebb Pańczyks ähnelt jener von LYNYRD SKYNYRD Sänger Johnny Van Zant, womit das Ganze noch authentischer wirkt. Mit lockerem Drive und tonnenschwerer Highway-Attitüde rocken LEASH EYE trendfrei im Spannungsfeld aus den obengenannten Bands sowie KYUSS, THE QUILL, BLACK LABEL SOCIETY und ZZ-TOP. Wer hätte schon gedacht, dass mal eine Band aus Polen so staubtrocken, kraftvoll und cool rockt?

04.11.2013

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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