Love.Might.Kill - Brace For Impact

Review

Bei der Band mit dem etwas merkwürdigen Namen LOVE.MIGHT.KILL finden sich Musiker zusammen, die schon auf Erfahrung im Metal-Business zurückblicken können. Hauptinitiator der Truppe ist FIREWIND-Drummer Michael Ehré, und das Gitarrenduo Christian Stöver und Stefan Ellerhorst veröffentlichte mit CROSSROADS einige Alben. Mit diesem neuen Projekt wollen sie im Bereich des Melodic Metal mitmischen. Ihre erste Visitenkarte hört auf den Titel „Brace For Impact“.

Teilweise hat die Musik von LOVE.MIGHT.KILL diese episch-melodischen Trademarks, die DIO-Kompositionen auszeichneten. Das macht sich desöfteren bei den Gitarrenlinien bemerkbar, teilweise aber auch beim Gesang von Jan Manenti, dessen Timbre dem Maestro mitunter recht nahe kommt und der eine unheimliche Ausdruckskraft hat. In energischeren Phasen erinnert der Sound hin und wieder aber auch an Bands wie METALIUM oder U.D.O.. Die melodischen Klänge sind letztendlich allerdings in der Überzahl.
Das Songwriting ist durchweg solide. Es fällt kein Song negativ auf, allerdings gibt es auch nur wenige, die richtig aus diesem Standard herausragen. „Calm Before The Storm“ setzt ein Ausrufezeichen bei der dynamischeren Marschroute der Band. „Pretty Little Mess“ rückt die gefühlvolle Seite des Sounds in den Vordergrund, während „Caught In A Dream“ einer dieser typischen Tracks nach DIO/RAINBOW-Manier ist. Als ausgesprochener Ohrcatcher entpuppt sich das hymnische „Pray To Your God“. Den Rest würde ich mal als bodenständige Melodic-Metal-Ware bezeichnen.
Bei manchem Track („Brace For Impact“, „Will Love Remain“ ) fällt auf, dass die Ansätze besser erscheinen, als es dann der vollständige Song halten kann. Mit etwas mehr kompositorischer Feinarbeit wäre da sogar noch mehr drin gewesen.
An der handwerklichen Leistung der Truppe gibt es nichts zu beanstanden. Besonders Sänger Jan Manenti macht durch sein Können auf diesem Album auf sich aufmerksam.

Insgesamt kann sich die erste Vorstellung von LOVE.MIGHT.KILL durchaus hören lassen. Insbesondere Anhänger von Bands wie DIO, RAINBOW, ASTRAL DOORS oder FIREWIND sollten „Brace For Impact“ ruhig mal antesten. Für die Zukunft darf man von dieser Band aber durchaus noch mehr Glanzlichter erhoffen.

10.06.2011
Exit mobile version