Manticore - Behold The Ascension Of The Execrated

Review

Nun gut, stumpf ist in einigen Fällen ja doch Trumpf, doch MANTICORE übertreiben es auf ihrem dritten Album „Behold The Ascension Of The Execrated“ gewaltig. Songstrukturen oder ein nachvollziehbarer Spannungsaufbau scheinen kein Stück von Interesse, stattdessen regiert die Holzhammermethode. Willkürlich holzen und schreddern MANTICORE eine gute halbe Stunde ihr Material runter und lassen mich dabei völlig kalt. Ja, das Material mag brutal sein, ist in Sachen Produktion souverän auf Old-School getrimmt und die kotzenden Vocals von Gitarrist Naberius passen sich nahtlos ins Gesamtbild ein – das ist immerhin konsequent!

Ansonsten ist „Behold the Ascension Of The Execrated“ geprägt von Raserei, abrupten Tempo-Drosselungen (die scheinbar völlig willkürlich in die Songs gepresst werden) und einer ordentlich einschläfernden Eintönigkeit. Roher Black/Death, gern auch mit roher Produktion geht ja manchmal ganz gut rein, doch MANTICORE sind derart stumpf, dass ich aus dem Gähnen gar nicht mehr heraus komme. „Behold The Ascension Of The Execrated“ ist vielleicht für reine Knüppelfanatiker bedingt interessant, doch gerade auf jenem Sektor gibt es wesentlich mehr zu entdecken. Selbst das ziemlich „bescheidene“ VENOM-Cover „In Nomine Satanas“ passt sich dem unmotivierten Gerumpel an und kann für keine weitere Aufmerksamkeit sorgen. Nein, danke!

09.01.2013

Chefredakteur

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