Mastic Scum - Dust

Review

Obgleich MASTIC SCUM aus Österreich bereits seit 17 Jahren im Metal-Underground aktiv sind, haben sie es nie wirklich geschafft, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu überschreiten. Mit erfahrenen Musikern im Boot – unter anderem Ex-Session-Drummer von BELPHEGOR, Man Gandler – und einem ganzen Haufen herausgebrachter EP’s, Splits und Alben, gehört der Vierer schon zu den alten Hasen der Death-Metal-Szene unseres südlichen Nachbarlandes. Wie von den vorangehenden Outputs gewohnt, agieren die Jungs auch auf “Dust“ im Grunde gerade aus dem Bauch heraus, wenig Schnörkel, dafür auch wenig Einfallsreichtum oder Spannung.

Von der einstigen Grind-Schlagseite, die sich explizit in den Riffs der Kapelle niederschlug, sind heutzutage auch nur noch Spurenelemente zu vernehmen. Das schnelle, teilweise recht old-schoolige Grindgewand wurde gegen mehr Groove und weniger Hektik eingetauscht. MASTIC SCUM sind insgesamt zweifelsfrei heavyier geworden. Im Wesentlichen zeichnet sich die Band zwar noch immer durch dynamische Riffs und flotte Drumsalven aus, aber dennoch arbeitet das Quartett auch vermehrt mit geschwindigkeitsgedrosselten Stücken, die mehr wert auf walzende Brutalität legen.

Es mag sich vielleicht so anhören, aber das macht die Musik in diesem Fall keineswegs variabler. Das mag womöglich auch der Hauptgrund sein, warum MASTIC SCUM noch immer auf eine weitgehend überschaubare Fanschar blicken. Ihre Produkte gestalten sich fast durchgehend transparent und absolut vorhersehbar. Da macht es zwar Spaß, wenn man von der vollen Death-Metal-Walze erfasst wird, doch auch da gibt es bessere Alternativen, die mit weniger kompositorischem Tunnelblick daherkommen. Somit kann man sich “Dust“ durchaus geben, kann es aber auch genauso gut lassen und einem wird es nicht schlechter gehen.

09.12.2009
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