Mausoleum Gate - Mausoleum Gate

Review

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich das Cover des selbstbetitelten Debütalbums von MAUSOLEUM GATE beschissen oder kultig finden soll. Bei der Musik machen es mir die Finnen da zum Glück etwas leichter.

Was diese Band auf „Mausoleum Gate“ abliefert, kommt mindestens dreißig Jahre zu spät und hätte es auch damals nicht zu nennenswerter Bekanntheit gebracht. Die Truppe klingt wie ein IRON MAIDEN-Verschnitt auf Schlaftabletten und ohne Bruce Dickinson. Zwischendurch lässt man die NWoBHM-Keule fallen und übt sich in pseudo-progressivem Hard Rock-Balladenschmalz der übelsten Sorte („Lost Beyond The Sun“), nur um danach mit einem Titel wie „Mercenaries Of Steel“ MANOWAR stolz zu machen.

Zu diesem schwachen Tribut an vergangene Zeiten gesellt sich eine grottige Produktion. Das Schlagzeug scheint beispielsweise nur aus Hi-Hat und Becken zu bestehen, während der knarzende Bass einfach viel zu laut ist. „Wir glauben, dass das selbstbetitelte Debüt der Finnen MAUSOLEUM GATE dazu bestimmt ist, in sehr kurzer Zeit ein Kultalbum zu werden“, heißt es in der Presseinformation. Ich widerspreche vehement. Es ist mir ein Rätsel, wie die 2008 gegründete Band sechs Jahre mit dem Schreiben dieses Machwerkes verschwenden konnte. Nichts für ungut, aber wenn das hier ein Kultalbum ist, dann ist auch STEFANIE HEINZMANNs „The Unforgiven“-Cover besser als das Original.

02.10.2014
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