Mentallo & The Fixer - Love Is The Law

Review

„Love is the law“ ist das letzte Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Elektro Größe Mentallo & The Fixer, das den Schlussstein der gut zehnjährigen Schaffensperiode markiert, die seit dem Split der Dassing Brüder im Jahre 1999 von Gary alleine weitergeschrieben wurde. Vielschichtige elektronische Sphären, die allenfalls geringeren Bezug zum Tanzbaren aufweisen, gilt es zu durchdringen und zu erleben. Das dieses Vorhaben nicht gleich bei den ersten Anläufen von Erfolg gekrönt sein wird ist bei Mentallo & The Fixer auch gar nicht so selbstverständlich. Dank regelmäßiger Beschallung setzten sich die groben Strukturen allmählich fest, so dass dem tieferen Eintauchen in das Klanguniversum nichts mehr im Wege stand. Eine Schlacht zwischen Licht und Schatten tobte dort, deren Ausgang mit dem Satz des Infos „Hinwendung zum Licht“ bereits vorweggenommen wurde. Düstere, bedrohliche Beats stoßen auf herabprasselnde Synth-Fetzen, die eher durch das Wort verspielt charakterisiert werden können und einen leichten Hang zum Überdrehten haben. Das stete Wechselspiel in der Dominanz des musikalischen Geschehens kann das Licht wohl letztendlich für sich entscheiden, denn ein Gefühl der Erleichterung und Unbeschwertheit ist in den letzten Songs nicht von der Hand zu weisen. Für Mentallo Fans ist der finale Akt wohl unerlässlich, der Interessierte sollte vielleicht nicht blind zuschlagen oder aber das Geld in Alben aus der früheren Schaffensphase, wie zum Beispiel „Where angels fear to tread“, investieren.

26.07.2000
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