Mesmerized - Coronation

Review

Melodic Black/Death Metal aus Polen- „Heaven shall burn“. „Nightwing“.
Ja, doch, das passt, denn diese vier Herren zeigen sich stark von den Schweden beeinflusst.
Bereits beim Opener, das zweisekündige „Intro“ zählen wir mal nicht mit, wird dies deutlich. Die Riffs klingen nicht nur nach MARDUK, auch der Songaufbau ist ihnen nachempfunden. Was ebenfalls sofort ins Auge sticht ist dass Marcin, der Drummer, scheinbar einen Lieblingsblastbeat hat, denn dieses eintönige Gedresche bekommt man nicht nur fast durchgehend über die ganze Scheibe geboten, es eröffnet auch noch jedes zweite Lied.

Und auch sonst strotzt dieses Werk keineswegs vor Abwechslung, die Stücke sind allesamt austauschbar, der Wiederkennungswert ist gleich null- ich zumindest habe große Mühe, die Lieder auseinander zu halten. Es ist eigentlich immer das Gleiche: die ersten zwei Minuten wird geprügelt, immer der gleiche Beat, ohne Scheiß! Dann kommt ein kurzes Solo, danach wird geprügelt. Kurze Pause. Es wird erneut geprügelt, Solo, Prügeln, Schluss. Besagte Soli sollen dann wohl auch den Melodicanteil darstellen, ansonsten ist davon nämlich herzlich wenig zu erkennen.

Hier sticht wirklich nichts hervor, da ist die Frage nach der Existenzberechtigung dieser Band mehr als berechtigt!Wie euch vielleicht aufgefallen ist: ich bin keineswegs begeistert. Wenn ich diese Art von Musik hören will, dann nehme ich MARDUK, aber so einen langweiligen Aufguss habe ich wirklich selten erlebt. Warum solch eine Platte noch einmal neu aufgelegt wird, ist mir wirklich ein Rätsel,da kann man sein Geld auch gleich verbrennen. Grauenhaft und furchtbar einschläfernd- sowas hat keine weitere Verbreitung verdient.

16.05.2007
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